UBS: Milliardenverlust durch Investment-Banker

Wie das Unternehmen mitteilt, seien die Geschäfte des Bankers nicht genehmigt gewesen. Es schätzt den Verlust allein aus diesem Geschäft auf 2 Milliarden Dollar. Er könne dazu führen, dass der gesamte Konzern im dritten Quartal in den roten Zahlen landet.

Kunden seien von den Vorgängen nicht betroffen, so die Bank weiter. Die Untersuchung der Vorfälle sei noch nicht beendet.

Unterdessen beruhigte der Bank-Vorstand seine Angestellten: Die "fundamentale Stärke" des Instituts werde duch den Vorfall nicht tangiert. Folgende Mitteilung verschickte die UBS-Konzernleitung an die Mitarbeiter:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen, es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir gestern einen Fall von nicht autorisierten Handelsgeschäften eines Händlers der Investment Bank aufgedeckt haben. Entsprechend der Offenlegungsanforderungen haben wir die Märkte darüber informiert.

Die Angelegenheit wird untersucht, doch wir schätzen den Verlust aus dem Handelsgeschäft auf rund 2 Milliarden US-Dollar. Es ist möglich, dass UBS deshalb im dritten Quartal 2011 einen Verlust bekannt geben wird. Es sind keine Kundenpositionen betroffen.

Es ist uns bewusst, dass Sie bereits seit einiger Zeit mit ungünstigen, volatilen Märkten konfrontiert sind. Obwohl diese Nachricht bedauerlich ist, wird die fundamentale Stärke unseres Unternehmens dadurch nicht beeinträchtigt.

Wir bitten Sie, sich weiterhin auf Ihre Kunden zu konzentrieren. Diese zählen in diesen unsicheren Zeiten auf Ihre Unterstützung.

Wir versichern Ihnen, dass wir, zusammen mit unseren Kollegen aus dem Management, eng mit der Leitung und dem Risikomanagement der Investment Bank zusammenarbeiten, um dieser Sache so rasch wie möglich auf den Grund zu gehen. Wir werden Sie über den weiteren Verlauf der Untersuchungen auf dem Laufenden halten."

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