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„Warren Buffett hält es nicht anders“: Schumpeter und das Gold

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Schumpeter schätzte das Kreative, die Idee, die Veränderung

Wenn die Liebhaber von Trends sich aber erst mal vom Gold verabschieden, kann es nach unten sehr schnell gehen, denn dann werden kaum Käufer aufzutreiben sein. Schumpeter war der Ökonom der Unternehmer, vielleicht hat er deswegen so wenig anfangen können mit dem bloßen Metall. Er schätzte vielmehr das Kreative, die Idee, die Veränderung. Er sah als Triebfeder des Kapitalismus die Fähigkeit der Unternehmer, durch neue Techniken, Prozesse oder Produkte die Entwicklung der Wirtschaft voranzutreiben. Dabei geht einiges Altes verloren - Schumpeter spricht von „kreativer Zerstörung“ - aber es entsteht so viel Neues, dass insgesamt Wachstum entsteht.

In seinen späteren Jahren hat er neben dem Unternehmer immer stärker den Monopolkapitalisten geschätzt. Große Konglomerate, die einen ganzen Markt besetzen und dafür sorgen können, dass kein anderer sich hinzugesellt, sind in einer wunderbaren Situation denn sie können sehr einfach für sich selbst sorgen. Sie haben Entwicklungsabteilungen, die dafür sorgen, dass die Produkte immer besser werden und sie haben Einkaufsabteilungen, die so mächtig sind, dass sie für sich die günstigsten Preise durchsetzen können. So können sie das beste Produkt zum günstigsten Preis anbieten und alle sind glücklich, Konsument und Monopolist. Bis ein kreativer Unternehmer kommt und den Markt neu definiert und ein neues Monopol zu errichten beginnt.

Mit Schumpeter zu investieren bedeutet, Gold den Ängstlichen zu lassen und mutig wie ein Österreichischer Herrenreiter zu investieren. Entweder in Unternehmen, die das Bestehende umkrempeln und neue Märkte für neue Produkte und Verfahren schaffen, oder in Monopole und Kartelle, denen das Geldverdienen so leicht fällt, dass sie dabei eigentlich nichts falsch machen können. Warren Buffett hält es nicht anders.

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