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Zentralbanken verkaufen weniger Gold als erlaubt

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Das meiste Gold verkaufte auf Zwölf-Monats-Sicht Frankreich mit insgesamt 83 abgestoßenen Tonnen Gold. Das berichtet das World Gold Council, ein Zusammenschluss von globalen Goldunternehmen. An zweiter Stelle folgt die Europäische Zentralbank, die 35,5 Tonnen Gold verkaufte, gefolgt von Schweden mit 13,5 Tonnen. Seit 27. September 2004 läuft das zweite Central Bank Gold Agreement (Gold-Abkommen der Zentralbanken). Es besagte, dass die Zentralbanken bis zum 26. September 2009 maximal 2.500 Tonnen Gold verkaufen dürfen. Mit einem Gesamtausstoß von mittlerweile 1.880 bis 1.900 Tonnen – genaue Zahlen gibt es nicht – sind sie davon ein gutes Stück entfernt. Für das dritte Agreement ab 27. September gilt für die Zentralbanken ein neues Verkaufsmaximum von 2.000 Tonnen in den kommenden fünf Jahren. Die größten Goldschätze horten derzeit die USA (8.134 Tonnen), Deutschland (3.408 Tonnen), der Internationale Währungsfonds (3.217 Tonnen), Italien (2.452 Tonnen) und Frankreich (2.445 Tonnen). Insgesamt lagern 29.634 Tonnen weltweit bei Zentralbanken. Vor drei Tagen gab der Internationale Währungsfonds bekannt, 403,3 Tonnen Gold verkaufen zu wollen. Einen Teil des Erlöses will er für Kredite an arme Länder verwenden.

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