Ab Oktober verfügbar Was der Robo-Advisor Vividam kann

Frank Huttel leitet das Portfoliomanagement bei Finet Asset Management. | © Finet AM

Frank Huttel leitet das Portfoliomanagement bei Finet Asset Management. Foto: Finet AM

Am 1. Oktober soll ein neuer Robo-Advisor vom Stapel laufen: Vividam stammt aus dem Hause Finet Asset Management. Das Finanz-Unternehmen vereint in seinem Unternehmensverbund einen Maklerpool, ein Haftungsdach und einen Makler-Dienstleister.

Der neue Robo-Berater Vividam, den Finet zusammen mit dem Finanzdienstleister Niiio entworfen hat, richtet sich nicht direkt an Privatkunden. Er soll vielmehr Finanzvermittlern digital unter die Arme greifen und wendet sich laut Aussage seiner Initiatoren in erster Linie an Makler mit einer Erlaubnis nach Gewerbeordnung, an FiNet angebundene und an externe. Diese können das Angebot über einen Link ihren Kunden zugänglich machen und erhalten dafür eine Provision.

Auf Nachhaltigkeit ausgerichtet

Bei der Fondsauswahl steht für Vividam das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Ins Portfolio sollen ausschließlich aktiv gemanagte Fonds gelangen. Finet will bei der Fondsauswahl Trendthemen berücksichtigen und verspricht, die Fonds im digitalen Portfolio unter diesem Aspekt auszuwählen. Weil viele Mitbewerber das anders machen und ihre Portfolios vor allem mit ETFs bestücken, nennt Finet sein Angebot auch einen „Anti-Robo-Advisor“.

Die Kosten liegen mit 1,08 Prozent pro Jahr vom verwalteten Volumen deutlich über dem Durchschnitt hiesiger Robo-Berater. 0,5 Prozent fließen dabei als sogenanntes Zuführerentgelt an den vermittelnden Berater. Finet rechtfertigt das allerdings mit der sorgfältigen Fondsauswahl, die einige Analysearbeit erfordere.

Strategien für unterschiedliche Risikoprofile

Zu seinem Start im Oktober bietet Vividam drei Anlagestrategien an. Alle sind auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, unterscheiden sich aber in der Aktienquote. Anleger haben die Wahl zwischen 30, 50 und 70 Prozent Kapitalmarktbeteiligung. Die Aktien im Portfolio werden gleich gewichtet und sollen nur dann ausgetauscht werden, wenn ein Fonds geschlossen oder mit einem anderen Fonds verschmolzen wird, verspricht der Leiter Portfoliomanagement bei Finet AM Frank Huttel. Ansonsten wird mindestens einmal im Jahr rebalanciert – was auch dann passieren soll, wenn sich der Gleichklang zu sehr in eine Richtung verschiebt.

Als Mindestanlagesumme sieht Finet einmalig 2.500 Euro vor, die gepaart mit einem Sparplan von 50 Euro pro Monat investiert werden können.