Absprachen unter Banken

Schweizer ermitteln wegen Goldpreis-Manipulation

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Die Schweizer Behörde erklärte, es bestehe „insbesondere der Verdacht, dass es zur Abstimmung von Preisen, namentlich von sogenannten Spreads“, der Differenz zwischen Bid- und Offer- Preis, gekommen sei.
Im Februar erklärte die Behörde, dass sie eine Voruntersuchung zu möglichen Preisabsprachen auf dem Edelmetallmarkt eingeleitet habe. Im August hatten EU- Wettbewerbshüter mitgeteilt, dass sie Untersuchungen auf dem Edelmetallmarkt vornehmen. Zuvor waren einige der genannten Banken bereits in eine Untersuchung in den USA verwickelt gewesen. US-Ermittler hatten untersucht, ob mindestens zehn Banken, darunter HSBC, Barclays, JPMorgan Chase und Deutsche Bank, Edelmetallpreise manipuliert haben. Davor hatten internationale Untersuchungen zur Manipulation von Referenzzinssätzen und Devisenkursen zu Geldbußen in Milliarden-Dollar-Höhe geführt. Die Schweizer Untersuchung könnte bis mindestens 2017 dauern, sagte Weko-Sprecher Olivier Schaller telefonisch. Weitere Banken könnten in die Untersuchung einbezogen werden.
Sprecher von Barclays, HSBC und UBS lehnten Kommentare ab. Jan Vonder Mühll, Sprecher von Julius Bär, erklärte, die Bank kooperiere bei der Untersuchung. Morgan Stanley antwortete zunächst nicht auf Anfragen.

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