Unternehmen, die Kinderarbeit praktizieren, kommen nicht <br> ins Portfolio.  Quelle: Auswärtiges Amt

Unternehmen, die Kinderarbeit praktizieren, kommen nicht
ins Portfolio. Quelle: Auswärtiges Amt

AGI bringt neuen Nachhaltigkeitsfonds nach Deutschland

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Die Portfoliomanagerin Christine Clet-Messadi von Allianz Global Investors France legt das Geld in Firmen aus der Eurozone an, die vorab definierte Mindeststandards in Bezug auf Menschenrechte erfüllen müssen. Unternehmen, die keinen Wert auf soziale Aspekte, Grundsätze guter Unternehmensführung (Corporate Governance), Umweltschutz und Ethik legen, bleiben außen vor.

Dabei sucht die Managerin zunächst aussichtsreiche Unternehmen der Eurozone aus, die vorab definierte Mindeststandards in Bezug auf Menschenrechte erfüllen müssen. In einem zweiten Schritt führt sie die Fundamentalanalyse der ausgewählten Unternehmen durch, betrachtet die nicht-finanziellen Faktoren aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung und nimmt das Marktverhalten genau unter die Lupe. Beides zusammen bildet die Grundlage für die Einzeltitelselektion.

Das Volumen nachhaltiger und sozial verantwortlich gemanagter Kapitalanlagen hat sich zwischen 2007 und 2009 fast verdoppelt

Nachhaltige Anlageprodukte stehen derzeit in Europa hoch im Kurs, erklärt AGI. Dabei zitiert die Gesellschaft eine Branchenstudie des European Sustainable Investment Forum (Eurosif), der zufolge sich das Volumen nachhaltiger sowie sozial verantwortlich gemanagter Kapitalanlagen von 2007 bis 2009 nahezu verdoppelt hat und derzeit rund 5 Billionen Euro beträgt. Vor allem in Frankreich sind laut der Studie nachhaltige Finanzprodukte besonders beliebt. So haben französische Investoren 140-mal mehr Geld in nachhaltige Investmentstrategien gesteckt als deutsche Anleger.

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