Blackrock: US-Staatsanleihen gelten weiterhin als risikolos

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"Obwohl die Entwicklungen, die zur Herabstufung der USA durch S&P geführt haben, durchaus Anlass zur Sorge geben, glauben wir, dass die große Mehrheit der Anleger die US-Zinsertragskurve weiterhin als verlässliche risikofreie Benchmark zur Messung von Renditeaufschlägen einsetzen wird", teilte Blackrock heute in einer Pressemitteilung mit.

Die Gründe für die Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit seien allgemein bekannt gewesen. Deswegen führe die Entscheidung von S&P auch nicht zu einer Zunahme des Risikos. 

Demzufolge, ist Blackrock überzeugt, werden US-Staatsanleihen weiterhin eine hohe Anziehungskraft auf institutionelle Investoren und Banken haben und ihre traditionelle Rolle als Absicherung gegen riskante Geldanlagen beibehalten.

Dieser Zustand sei laut Blackrock jedoch keinesfalls in Stein gemeißelt. Weitere politische Fehltritte könnten den Status der Treasurys als absolut sicheres Investment künftig durchaus aufweichen. "Wir glauben jedoch nicht, dass die Herabstufung von S&P ein Signal ist, dass dieser Moment jetzt gekommen ist."

In den Chor der Untergangspropheten möchte sich Blackrock nicht einreihen. Schließlich habe sich keine andere Ökonomie auf der Welt in der Vergangenheit so unverwüstlich und belastbar präsentiert wie die US-Wirtschaft. Politiker müssten nun zusammenarbeiten, harte Entscheidungen treffen und dem Schuldenwachstum endlich ein Ende setzen.

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