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Boom-Region Darum sind Asiens Schwellenmärkte stark wie nie zuvor

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Als seinen aktuellen Spitzenreiter nennt Parbrook Hangzhou Hikvision, einen chinesischen Hersteller von Sicherheits- und Überwachungstechnik: „Der Kurs steigt, da sich die Anleger vor der angekündigten Aufnahme chinesischer A-Aktien in die MSCI-Indizes vermehrt in Großunternehmen mit solider Bonität einkaufen.“ Hinzu kommt, dass Hikvision Umsatz- und Gewinnsprünge von jeweils einem Viertel vorweisen kann. Vor allem die Zahl der Aufträge aus dem Ausland nimmt merklich zu. Alles zusammen ließ den Aktienkurs im zweiten Quartal förmlich explodieren, um 54 Prozent stieg der Wert. Die Risikokennziffer Volatilität gehört mit 13,4 Prozent zu den niedrigsten im Umfeld, nur auf fleißige Dividendenzahler ausgerichtete Angebote wie der DJE Asia High Dividend laufen noch ruhiger.

Ungeeignet für passive Investoren

Bei den langfristigen Renditen teilen sich Fondsmanager Parbrook und Raper die Spitzenposition. Jeweils mehr als 8 Prozent Rendite stehen auf Sicht von zehn Jahren zu Buche. Wer seit 2007 ununterbrochen investiert war, kann sich an einem Plus von rund 120 Prozent erfreuen. Investments im Reich der Mitte sind aussichtsreich, Raper zufolge aber ungeeignet für Indexfolger: „China ist nichts für passive Investoren. Diese setzen sich vollständig den staatlichen Unternehmen aus, die rund 50 Prozent der Marktkapitalisierung ausmachen.“

Den Juli hat Raper Marketing-Maßnahmen gewidmet. Damit dürfte er bei Investoren zurzeit offene Türen einrennen. Selbst das martialische Säbelrasseln zwischen Nordkorea und den USA schockt momentan kaum einen Anleger. Aktienstrategien erfreuten sich 2017 an 5,1 Milliarden Euro Zuflüssen, Rentenfonds sammelten 2,2 Milliarden Euro ein.

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