BVI-Statistik: Institutionelle Kunden investieren mehr

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Laut den neusten Auswertungen des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) investierten institutionellen Kunden im April insgesamt 7,1 Milliarden Euro. Davon flossen 4,3 Milliarden Euro in Spezialfonds und 2,8 Milliarden in Vermögen außerhalb von Investmentfonds. Im gleichen Zeitraum verzeichneten Publikumsfonds nur einen Anstieg von 0,3 Milliarden Euro.

Zwar legten private Anleger 1,9 Milliarden Euro in Rentenfonds an, doch flossen gleichzeitig eine Milliarde Euro aus Aktienfonds ab. Zusätzlich zeigen die Statistiken Einmaleffekte auf: Anleger entnahmen dem Ishares Dax im April 3,8 Milliarden, um sie im Mai wieder in den Fonds zu investieren. Zum Anderen übertrug die Sal. Oppenheim-Gruppe ein Finanzprodukt in eine Gesellschaft, die nicht in die BVI-Statistik einfließt.

Auch die Vorlieben im Renten-Bereich haben sich verschoben: Während die Anleger aus Euro-Rentenfonds 0,3 Milliarden Euro abzogen, investierten sie in Anleihen aus dem Dollar-Raum und den Schwellenländern 1,3 Milliarden.

Die Zahl der Spezialfonds schrumpfte in den letzten zehn Jahren um ein Drittel auf 3.631. Laut BVI fassen institutionelle Investoren ihre zuvor auf mehrere Fondsgesellschaften verteilten Vermögen mehr und mehr zusammen, um Kosten zu sparen. Das sei anhand der Fondsgrößen zu erkennen: So machen mittlerweile die 158 Fonds, die alle über eine Milliarde Euro Volumen haben, 47 Prozent des Marktvolumens aus – die restlichen 53 Prozent Marktvolumen teilen sich die 3473 Fonds, die unter einer Milliarde Volumen beinhalten. 2002 gab es nur 33 Fonds mit über einer Milliarde Volumen – und Fonds unter einer Milliarde hielten 86 Prozent des Gesamtmarktvolumens.

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