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Anlegerverhalten

Das sind die Fonds-Favoriten der Ebase-Kunden im April 2021

Die B2B-Direktbank European Bank for Financial Services (Ebase) führt mehr als eine Million Kundendepots mit einem Volumen von rund 40 Milliarden Euro. In einer exklusiven Kooperation liefert Ebase DAS INVESTMENT Daten zu Handelsaktivitäten und Mittelzuflüssen – sowohl zu Fondskategorien als auch auf Einzelfondsebene. Hier erläutert Ebase-Chef Kai Friedrich die Ergebnisse.

Welche Trends zeichnen sich in der Depot-Analyse für April 2021 ab?

Kai Friedrich: Wenngleich die Aktienmärkte im April, nach einer beachtlichen Rally in den Monaten zuvor, sich mit einer zwischenzeitlichen Seitwärtstendenz eine kurze Verschnaufpause genehmigt haben, war die Fondsnachfrage bei Ebase unverändert groß. Der Fundflow-Faktor, welcher das Verhältnis zwischen Nettomittelzuflüssen und -abflüssen zeigt, wies mit 1,58 einen eindeutig positiven Wert auf. Somit wurden 58 Prozent mehr Fondsanteile gekauft als verkauft. Damit haben die Käufe die Verkäufe in jedem Monat seit Beginn des Jahres 2021 deutlich überstiegen. Das Handelsvolumen bewegte sich insgesamt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Da 2020 jedoch, was das Handelsvolumen anging, rekordverdächtig war, sprechen wir hier nach wie vor von einem im historischen Vergleich extrem hohen Level.

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Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen und lässt unmittelbare Rückschlüsse auf den aktuellen Jahrestrend zu. Ein Wert von über 100 steht für eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Kunden im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen des Vorjahres; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an.

Lesebeispiel: Im April 2021 betrugen die Umsätze bei aktiv gemanagten Fonds 99 Prozent des Vorjahresdurchschnitts, lagen also einen Prozentpunkt unter dem Schnitt des Vorjahres.

Wie haben sich die Anleger im April aufgestellt?

Friedrich: Zahlreiche Ebase-Kunden haben ihre Portfolios im April erneut offensiver ausgerichtet. Sowohl bei Aktien- als auch bei Mischfonds haben die Käufe die Verkäufe deutlich überstiegen. Im Bereich der Aktienfonds überschritten die Käufe die Verkäufe um rund 65 Prozent, bei Mischfonds sogar um mehr als drei Viertel. Dabei waren bei Aktienfonds insbesondere solche Fonds gefragt, die weltweit oder aber speziell in Asien investieren. Bei in Europa und auch in Deutschland anlegenden Aktienfonds hielten sich Käufe und Verkäufe dagegen in etwa die Waage. Ebenso gab es bei Mischfonds deutliche regionale Abweichungen. Während Mischfonds mit einem Anlageschwerpunkt in Europa sowie einem weltweiten Fokus überwiegend gekauft wurden, haben bei Mischfonds, die auf den deutschen Markt fokussiert sind, die Verkäufe die Käufe überstiegen.

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