Der etwas andere Film zur Finanzkrise: „Drag me to hell“ im Kino
Regisseur Sam Raimi, dass er auch nach drei üppigen „Spiderman“-Filmen noch immer mit vergleichsweise geringen Budgets gut zurecht kommt. Klar, das Drehbuch war vermutlich so dünn wie ein Kreditvertrag. Aber das ist hier egal, denn bei dieser flotten Geisterhatz zählt in erster Linie der Gaudi.
Dafür plündert der alte Horror-Spezi Raimi das gesamte klassische Genre - und zwar gut: knarzende Balken, Paranoia, Wahrsagerei, die obligatorische Geister-Séance sowie eine giftige Schlusspointe und das alles untermalt von einem Soundtrack, der schon allein die halbe Gänsehaut besorgt. Mit blutigen Effekten hält sich Raimi dagegen zurück – bei diesem Angstmacher ist die Stimmung der
Star.
Nach einer Flut öder Folterfilme, die derzeit das Horrorgenre überschwemmt, ist „Drag me to hell“ der erste Gruseler seit Jahren, der sich nicht allzu ernst nimmt. Raimis Hang zu schwarzem Humor und kleinen Geschmacklosigkeiten, der ihn in den achtziger Jahren bekannt gemacht hatte, funktioniert noch immer.
Leider verlässt er sich bei seinen Schockeffekten ein bisschen zu oft auf digitalen Budenzauber, was den Film eine Spur zu sauber aussehen lässt. Den Weg zurück zum kleinen, dreckigen Horrorreißer hat Raimi deshalb nicht ganz geschafft. Aber einen höllischen Spaß gemacht hat es trotzdem.
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