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Der kleine Unterschied

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Es gibt da diese altbekannten Klischees: Frauen meiden das Risiko und investieren eher in sichere Anlagen. Das kann so pauschal nicht behauptet werden, so Susanne Homölle, Inhaberin des Lehrstuhls für allgemeine Bank- und Finanzwirtschaftslehre der Universität Rostock. Die Wissenschaftlerin sprach mit der Nachrichtenagentur ddp über das unterschiedliche Anlageverhalten von Männern und Frauen, auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Finanzkrise. Der Unterschied im Sparverhalten der Geschlechter sei möglicherweise weniger auf das Geschlecht selbst als vielmehr darauf zurückzuführen, dass Frauen in der Regel weniger Geld zur Anlage Verfügung haben als Männer. „Menschen mit niedrigerem Einkommen neigen unabhängig vom Geschlecht dazu, ihr Geld weniger riskant anzulegen“, so Homölle. Dies sei durch empirische Untersuchungen und Depot-Analysen bestätigt. An einem weiteren Klischee, dem der männlichen Selbstüberschätzung sei hingegen etwas dran: „Männer halten sich für Experten in finanziellen Dingen und glauben zu wissen, wie sich zum Beispiel eine Aktie entwickelt. Das führt dazu, dass Männer weniger auf Anlageberater hören und häufiger Wertpapiertransaktionen tätigen als Frauen“, so Homölle in dem Interview. Als Beleg nannte die Wissenschaftlerin eine US-amerikanische Studie, für die mehr als 35.000 Wertpapierdepots untersucht wurden. Dabei wurde festgestellt, dass Männer häufiger Wertpapiere kaufen und verkaufen. „Das kostet Gebühren und Provisionen, so dass Banken gut an männlichen Anlegern verdienen. Daher sind Männer diesbezüglich die Wunschkunden der Banken“, so Homölle weiter. Letztlich führe dies dazu, dass Männer im Durchschnitt schlechtere Renditen mit ihren Anlagen erzielten als Frauen.

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