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Die Gefahr der Währungen

Egon Wachtendorf, verantwortlicher Redakteur von <br> DER FONDS
Egon Wachtendorf, verantwortlicher Redakteur von
DER FONDS
Wie gefährlich ist der Euro? Oder, anders gefragt: Wie viel seines Vermögens sollte ein deutscher Anleger 2012 in fremde Währungen wie Schweizer Franken, Norwegische Kronen oder Australische Dollar stecken?

Die Bandbreite der möglichen Antworten ist groß, auch unter Experten. Zwar geht es selten um „Alles“ oder „Nichts“, doch ein „Möglichst viel“ ist im gegenwärtigen Umfeld genauso häufig zu hören wie ein „Eher wenig“. Doch was ist schon viel, was im Ernstfall – die Gemeinschaftswährung bricht allen Rettungsversuchen zum Trotz doch noch auseinander – eher zu wenig?

Wer auch immer sich mit Fragen dieser Art beschäftigt, sollte sich zwei Dinge bewusst machen. Erstens: Das eigentliche Problem ist nicht das Euro-Desaster. Sondern die mit herkömmlichen Mitteln kaum noch in den Griff zu bekommende Überschuldung nahezu der gesamten westlichen Welt. Deren langfristige Folgen jedoch dürften kaum jene ungeschoren lassen, die ihr Konto in Franken oder Kronen führen.

Zweitens: Wechselkurse schwanken, kurz- oder sogar mittelfristige Verluste lassen sich beim Kauf von Fremdwährungen nie ausschließen. Wenn aber ohne Schwankungen kein Werterhalt mehr möglich scheint, warum dann nicht gleich in eine Anlageklasse investieren, in der es wegen chronisch schwacher Nachfrage zunehmend echten Value zu entdecken gibt – in Aktien?

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