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in AnalysenLesedauer: 6 Minuten

Diamant, Saphir & Co. Edelsteine als Investment – diese Chancen gibt es

Saphir durchs Mikroskop gesehen
Saphir durchs Mikroskop gesehen: Edelsteine eignen sich auch als Anlagegegenstand, meint Edelmetall-Spezialist Chris Pampel. | Foto: imago images / CHROMORANGE

Anders als Gold, das in elektronischen Komponenten und durch seine Formbarkeit massiv im Schmuckgewerbe nachgefragt und verarbeitet wird, sind Anlage-Edelsteine beziehungsweise Investment-Farbedelsteine kaum von industrieller Nachfrage beeinflusst. Nicht zuletzt deswegen, weil sie nur peripher Berührungspunkte mit dem Schmuckgewerbe haben. Vor allem aber sind sie für höhere Anlagesummen weit besser skalierbar. Wer hohe sechsstellige oder siebenstellige Beträge in Gold anlegen will, wird rasch mit mehreren Kilogramm Gold hantieren. Dabei kann ein naturschöner Rubin von nur einigen Karat bereits denselben Wert erzielen.

Wodurch unterscheiden sich Anlage-Edelsteine von Schmuck-Edelsteinen?

Chris Pampel © Deutsches Edelstein Kontor

Das wesentliche Merkmal von Anlage-Edelsteinen besteht darin, dass sie von Natur aus so schön und rein sind, sodass sie nur einer vergleichsweise geringen Nachbearbeitung bedürfen. Das kann zum Beispiel ein Schliff im Sinne einer symmetrischen Formgebung sein. Schmuck-Edelsteine müssen hingegen meist aufwändiger bearbeitet werden. Rohedelsteine werden nicht umsonst so bezeichnet. Sie müssen oftmals recht aufwändig und invasiv nachbehandelt werden, um den ästhetischen Ansprüchen der Schmuckindustrie zu genügen. Zu diesen Nachbehandlungen gehören mitunter Maßnahmen wie:

  • Erhitzung auf bis zu 1.600 Grad Celsius, um die Farbintensität eines Edelsteins zu erhöhen.
  • Ölen, um die Reinheit des Edelsteins zu steigern.
  • PVD-Verfahren, um mittels einer modernen Oberflächenbehandlung das Erscheinungsbild zu manipulieren.
 

 

Farbedelsteine hingegen, die nur minimaler bis gar keiner derartig aufwändigen Methoden bedürfen, und kaum nachbehandelt werden müssen, werden auch als „natürliche Edelsteine“ kenntlich gemacht. Aufgrund der Seltenheit solch außergewöhnlicher Edelsteine (insbesondere größerer Exemplar), werden sie nur ganz selten in Schmuckstücken verbaut, sondern gelten als attraktive, sehr wertbeständige Anlageobjekte.

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