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Ein Fonds, 33 Strategien Fonds-Klassiker im Check-Up: Standard Life Global AR Strategies

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2. Die aktuelle Positionierung

Im Laufe des vergangenen Jahres hat Stern mit seinem Team Anpassungen im Portfolio vorgenommen, jedoch nicht überdurchschnittlich mehr als in anderen Marktphasen. „Unser Aktien-Engagement war übers Jahr gesehen eher verhalten, daran haben wir bis Jahresende nur wenig geändert“, so Bint. Der Schwerpunkt liegt derzeit auf Europa, das Japan-Engagement hat Stern hingegen im zweiten Quartal geschlossen.

Zu den 33 Strategien, die Stern aktuell spielt, gehören unter anderem Long-Investments in US-Banken sowie Short-Positionen im US-Basiskonsumgütersektor. Einen größeren Stellenwert nehmen Unternehmensanleihen ein: „Hier haben wir im Investmentgrade Bereich einige US-Titel ins Portfolio genommen und dafür britische Positionen geschlossen“, erläutert Bint.

Aktuell spielt das Team darüber hinaus eine kleinere Long-Position in britischen und australischen Staatsanleihen und Short-Positionen in Papieren aus Deutschland, den USA und Frankreich. Auf der Währungsseite setzen die Fondsmanager aktuell auf Dollar-Long- und Short-Euro-Positionen sowie weitere Long-Engagements in Yen, Indischen Rupien sowie in Norwegischen und Schwedischen Kronen. Short ist das Team hingegen in Schweizer Franken, Koreanischen Won sowie dem Singapur- und dem Austral-Dollar.

3. Drei Fragen an David Bint

DER FONDS: Wie sieht Ihre Prognose für 2017 aus?

David Bint: Wir erwarten, dass sich der positive Trend beim globalen Wirtschaftswachstum fortsetzt. Zudem gehen wir davon aus, dass die Inflation trotz anziehender Rohstoffpreise vorerst verhalten bleiben wird. In den USA erwarten wir weitere Anzeichen für eine Normalisierung der Wirtschaft und somit steigende Zinsen. Aktien werden wahrscheinlich auf die besseren Gewinnerwartungen reagieren. Politische Risiken dürften vorerst bestehen bleiben, denn es ist beispielsweise noch nicht klar absehbar, welche Auswirkungen der Einzug von Donald Trump ins Weiße Haus letztlich auf die Wirtschaft haben wird. Zudem muss sich zeigen, wie die Wahlen in Europa ausgehen und welche Konsequenzen daraus erwachsen. Potenzial für Enttäuschungen ist somit leider gegeben. Doch 2016 hat sich auch gezeigt, dass die Märkte politische Entwicklungen mitunter besser wegstecken als erwartet.

Welche Strategien dürften sich 2017 angesichts dieser Rahmenbedingungen als besonders vorteilhaft erweisen?

Wir sehen gute Möglichkeiten für Relative-Value-Strategien, wie wir sie aktuell mit den Long-Positionen in US-Banken, kombiniert mit Short-Positionen in US-Konsumtiteln, fahren. Schon der Bewertungsunterschied zwischen diesen beiden Sektoren spricht für die Banken, und angesichts der Aussicht auf steigende Zinsen und ein günstigeres regulatorisches Umfeld verbessern sich die Geschäftschancen. Potenzial sehen wir aber auch für globale – insbesondere europäische – Reit-Investments und hoch verzinste Unternehmensanleihen.

2016 war ein schwaches Jahr für den Fonds. Wie schätzen Sie die Aussichten ein, Ihre Zielvorgaben in puncto Rendite und Volatilität wieder zu erreichen?

Wir sehen uns mit der aktuellen Positionierung gut gerüstet und gehen davon aus, unser Ziel wieder zu erreichen. Ob wir damit richtig liegen, wird sich im Laufe des Jahres zeigen. Dabei haben wir insbesondere die politische Entwicklung in Europa im Zuge der anstehenden Wahlen im Blick. In 2016 haben die Märkte mehr eine unerwartete Abkühlung der Wirtschaft gefürchtet als die politischen Ereignisse. Auch haben sie die Risiken der neuen US-Regierung – Protektionismus und Instabilität – heruntergespielt. Das könnte sich als falsch erweisen.

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