Ergo-Tochter Victoria soll Terroristen versichert haben

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Der Kunde Yasser Abou Shaweesh habe im September 2004 mehrere Policen bei der Victoria abgeschlossen, berichtet die Zeitung. Dazu gehörten eine eigene Lebensversicherung über 21.805 Euro, eine Risiko-Lebensversicherung für seine Frau über 211.660 Euro und eine Haftpflichtversicherung über 2 Millionen Euro.

Laut Pressebericht hat Abou Shaweesh vorgehabt, die Versicherung mit einem vorgetäuschten Verkehrsunfall und gekauftem Totenschein zu betrügen. Das so erschlichene Geld wäre dem Terrornetzwerk El Kaida zugeflossen.

Bis 2006 habe die Haftpflichtversicherung bei der Victoria bestanden – da hätte Shaweesh bereits seit einem Jahr auf der Terrorliste der Vereinten Nationen gestanden, so das "Handelsblatt". Seit 2007 sitzt der Palästinenser in Haft.

Die Ergo-Gruppe beteuert, sie habe nicht wissentlich einen Terroristen versichert. Als Abou Shaweesh erstmals auf der „Sanktionsliste der EU“ aufgeführt wurde, habe keine aktive Vertragsbeziehung mit ihm oder seiner Frau mehr bestanden.

Die Lebensversicherung für Abou Shaweesh sei im Herbst 2004 von ihm selbst widerrufen worden. Die Risiko-Lebensversicherung für seine Frau und die Haftpflichtversicherung habe die Ergo zum Februar und Mai 2005 wegen fehlender Beiträge gekündigt.

Die Stellungnahme in voller Länge gibt es hier.

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