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First Eagle Amundi Income Builder Fonds Basis des Erfolgs ist die Suche nach erfolgreichen Unternehmen

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Aktuell sind Märkte zu teuer

Allerdings ist das Anlageuniversum gerade bei besonders sorgfältiger Auswahl begrenzt. So haben die Manager von First Eagle in den vergangenen Jahren eher Titel verkauft als gekauft. Hauptgrund: Die Märkte sind sehr teuer geworden, nicht nur Aktien, sondern auch hochverzinsliche Unternehmensanleihen wie zum Beispiel europäische High-Yield-Titel. Vormoor: „Bei letzteren sind wir zu null Prozent engagiert. Sie bieten im Durchschnitt niedrigere Zinsen als zehnjährige amerikanische Staatsanleihen, das ist unverhältnismäßig für das Risiko. Stattdessen erhöhte sich unsere Cashquote, die historisch bei 8 bis 10 Prozent lag, auf um die 20 Prozent.“ Allerdings habe man schon im Jahr 2016 in die Luxusbranche investiert, nachdem diese aufgrund der chinesischen Anti-Korruptionspolitik stark korrigiert hatte. Auch im Energiesektor, der nach dem starken Preisverfall von Öl in Ungnade gefallen war, konnte das Investmentteam von First Eagle ein paar Schnäppchen ausfindig machen.

Natürlich gibt es immer wieder Gelegenheiten, die verlockend erscheinen. Doch auch hier gilt bei First Eagle eine weitere Parallele zu Warren Buffett: Kein Engagement in Unternehmen, deren Bilanzen nicht verstanden werden – wie zur Zeit die globalen Investmentbanken oder viele chinesische Unternehmen. Auch in Unternehmen, die auf Grund signifikanter Strukturrisiken als wenig wertvoll angesehen werden, wird so gut wie nie investiert. Dies gilt zum Beispiel für Fluglinien. Vormoor: „Grundsätzlich kaufen wir nur Unternehmen, die bewiesen haben, dass sie Geld verdienen und in der Lage sind, sich selbst vor den Auswirkungen potentieller makroökonomischer und geopolitischer Risiken zu schützen. Und wir verpassen lieber eine Gelegenheit, als Geld zu verlieren.“ Es werde nie aufgrund von Prognosen investiert, der Markt habe häufig nicht Recht und daher sei es auch nicht zielführend, ihm zu folgen.

Betrachtet man die Performance der First Eagle Fonds, so zeigt sich, dass die Strategie aufgeht. Vormoor: „Wir haben es bisher immer geschafft, den Markt langfristig zu schlagen, weil wir ihm nicht in überbewertete Unternehmen folgen, auch wenn diese riesige Wachstumsprognosen aufweisen. Wir haben in den 80ern nicht in japanische Unternehmen investiert, als der japanische Aktienmarkt 45 Prozent des MSCI World ausmachte. Ende der 90er hatten wir keine Technologie-Werte im Portfolio, obwohl diese am beliebtesten waren. Und wir sind frühzeitig günstig in Südostasien eingestiegen, als die Aktienmärkte dort wegen der asiatischen Devisenkrise am Boden lagen. Das sind typische Beispiele, dass wir meist richtig lagen. Man muss aber eben in Kauf nehmen, dass unsere Entscheidungen manchmal unkonventionell sind. Doch letztlich geht es darum, langfristig die bestmöglichen Ergebnisse für die Kunden zu generieren.“

Für die Kunden habe sich diese konservative, langfristige Ausrichtung immer gelohnt. So haben die First Eagle Fonds über jeden beliebigen Fünf-Jahres-Zeitraum nie Geld verloren.

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