Javier Rodriguez-Alarcon, Manager des Goldman Sachs Global Small Cap Core Equity

Javier Rodriguez-Alarcon, Manager des Goldman Sachs Global Small Cap Core Equity

Fonds-Crashtest

Die besten globalen Aktienfonds für Nebenwerte

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Performance, Stressverhalten, Ratings – worauf es im Crashtest ankommt

DER FONDS, das Schwestermagazin von DAS INVESTMENT, hat alle global in Nebenwerte investierenden Aktienfonds geprüft, die Ende Dezember 2013 mindestens drei Jahre alt und 10 Millionen Euro schwer waren.

Im Performance-Vergleich ging es darum, über verschiedene Zeiträume (ein Jahr, drei Jahre, fünf Jahre) besser abzuschneiden als der Gruppendurchschnitt.

Im Stresstest punkteten jene Fonds, die wenig schwankten und die Verluste begrenzten. Der Rating-Vergleich bündelte die Noten von sechs Ratingagenturen (Feri, FWW, Lipper, Morningstar, Sauren, Telos).

In jeder Kategorie kann ein Fonds bis zu 100 Punkte erreichen, insgesamt also 300 Punkte. Sieger ist der Fonds mit der höchsten Gesamtpunktzahl.

Die fünf Sieger und was ihre Manager auszeichnet


Breit gestreut quantitativ oder fundamental konzentriert? Im aktuellen Crashtest von 14 globalen Small-Cap-Fonds haben beide Modelle erfolgreich abgeschnitten.

Beim Sieger Goldman Sachs Global Small Cap Core Equity setzt das Quantitative-Investment-Strategies-Team um Javier Rodriguez-Alarcon auf eine Mischung aus fundamentalem Research und computergestützter Analyse.

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Der Fonds hat rund 450 Titel im Portfolio, keiner hat einen Anteil von mehr als einem Prozent. Da Länder- und Sektor-Wetten tabu sind, liegt der regionale Schwerpunkt mit knapp 60 Prozent klar auf den USA. Auf Europa entfallen 26 Prozent, auf Japan 10 Prozent.

Eine ähnliche Aufteilung und eine ähnliche Strategie charakterisieren den Axa Rosenberg Global Small Cap Alpha auf Rang 5, der sogar mehr als 700 Titel hält. Im Franklin Global Small Mid Cap Growth investiert Ed Lugo dagegen in weniger als 40 kleine und mittelgroße Unternehmen, zu den größten Einzelwerten gehört der Dax-Titel Deutsche Börse.

Auf die USA entfallen nur 16 Prozent, auf Großbritannien dagegen 24 Prozent. Während Lugo Wachstumswerte bevorzugt, hält Kasper Billy Jacobsen im Sparinvest Global Small Cap Value vor allem Titel, die gemäß dem Value-Ansatz der dänischen Gesellschaft als deutlich unterbewertet gelten.

Auch in seinem Portfolio spielt Europa momentan die Hauptrolle, allerdings mit dem Schwerpunkt auf Deutschland (17Prozent).

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Warum dieser Markt jetzt interessant ist


Small-Cap-Unternehmen finden sich häufig in konjunktursensitiven Sektoren wie dem Finanz- und dem Industriesektor, und sie sind im Durchschnitt stärker auf ihren jeweiligen Inlandsmarkt fokussiert.

Dadurch weisen sie eine höhere Korrelation zum Wirtschaftswachstum auf als Large-Cap-Titel, was häufig zu einer überdurchschnittlichen Performance führt, wenn es an den Aktienmärkten aufwärts geht.

Tatsächlich haben sich Small Caps seit Mitte 2007 – einer der volatilsten Phasen an den globalen Aktienmärkten seit Jahrzehnten – in manchen Regionen besser entwickelt als Large Caps.

Neben ihren langfristigen Vorteilen in punkto Rendite und Risikoverhalten bieten Small Caps zu dem die Möglichkeit, das Portfolio stärker zu diversifizieren.

Da viele Anleger derzeit  in Small Caps untergewichtet sind, verfügen günstig bewertete Unternehmen aus dieser Anlageklasse in unseren Augen noch über beträchtliches Potenzial.

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