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Gamax Management: Apple und Samsung trotz Patentkrieg führende „Junior Brands“ bei Smartphones

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„Patenstreitigkeiten sind in der schnelllebigen Technologiewelt nichts Ungewöhnliches“, relativiert Moritz Rehmann, zusammen mit Jan Ehrhardt den Gamax Funds Junior (ISIN LU0073103748) managt, die Auseinandersetzung zwischen Apple und Samsung. Für wesentlich bedeutsamer hält der Fondsmanager den starken Gewinnauftrieb, mit dem beide Unternehmen den Rest der Branche immer wieder deklassieren. So kletterte Samsungs Betriebsgewinn im dritten Quartal 2012 um 91 Prozent auf umgerechnet 5,6 Mrd. Euro. Dieser Betrag entspricht dem Mehrfachen der Strafzahlung aus dem Patentstreit in Höhe von rund 0,8 Mrd. Euro.

Mögliche Verkaufsverbote sind wegen der rasanten Innovationszyklen in der IT-Branche ebenfalls ein untergeordnetes Problem. Häufig wird bereits ein Nachfolgemodell produziert, wenn das beanstandete Produkt nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung aus den Händlerregalen verbannt wird.
Intakte Wachstumsstory

Apple wiederum straft alle Kritiker Lügen, die das Unternehmen bereits vor einem Jahr auf dem absteigenden Ast sahen. Der charismatische Konzernchefs Steve Jobs war am 5. Oktober 2011 verstorben. Die Apple-Aktie gewann trotz anderslautender Prophezeiungen seitdem rund 66 Prozent an Wert (Stand 12.10.2012). „Das Potenzial der beiden Marktführer ist aber noch längst nicht ausgeschöpft“, erläutert Rehmann. So ließen Umfragen in Asien erwarten, dass der Marktanteil Samsungs am dortigen Smartphone-Markt von zurzeit 22 auf 29 Prozent steigen werde. Für Apple werde sogar eine Verdoppelung auf 35 Prozent prognostiziert.

Ein weiterer Pluspunkt: Der Weltmarkt für mobile Endgeräte wächst auch absolut betrachtet mit zweistelligen jährlichen Prozentraten. Einer Prognose des IT-Researchhauses IDC zufolge wird sich der Absatz von Kleincomputern in den Jahren 2011 bis 2016 auf zwei Milliarden Stück verdoppeln. Die mobilen Smartphones und Tablets dürften ihren Anteil an den ohnehin steigenden Verkäufen dabei weiter ausbauen, und zwar von 69 auf 76 Prozent.

Wachsender Markt, jugendliches Publikum

Apple und Samsung bleiben nach Ansicht von Ehrhardt und Rehmann auch noch aus anderen Gründen erste Wahl für zukunftsorientierte Aktiendepots. Zum einen haben sich die Smartphones der beiden Hersteller weltweit als Statussymbole etabliert. Damit können sie von Wettbewerbern nur schwer verdrängt werden. Zum anderen ist die künftige Expansion wegen der überdurchschnittlich jungen Zielgruppe quasi vorprogrammiert. „In China und Indien liegt der Anteil der unter 24-jährigen bei 30 bzw. 49 Prozent“, so Rehmann. „Diese Menschen steigen zunehmend in die Mittelschicht auf und erwerben ein Smartphone mit Kultstatus“, ergänzt der Fondsmanager, der Apple und Samsung unter den TOP 10 Positionen im Portfolio hält.

Ein weiterer Vorzug: Die Erträge führender Junior Brand-Unternehmen entwickeln sich auch bei rückläufiger Konjunktur vergleichsweise stabil. So stiegen beispielsweise die Verkäufe des iPhone in Spanien in den ersten neun Monaten 2011 um 60 Prozent - trotz fortschreitender Rezession und rekordhoher Jugendarbeitslosigkeit. „Im besten Fall verfügt eine jugendliche Marke über eine derart große Strahlkraft, dass der Konsument selbst dann zu ihr greift, wenn er an anderer Stelle dafür sparen muss“, kommentiert Ehrhardt den Markterfolg in Spanien.

Parallelen zu Adidas und Nike

Große Stücke halten Ehrhardt und Rehmann auch auf Adidas und Nike. Mit einem Marktanteil von zusammen 53 Prozent dominieren die beiden Unternehmen das weltweite Geschäft mit Sportschuhen. Dieses Segment weist weitere Parallelen zum Smartphone-Markt auf. Auch Sportbekleidung ist ein Trendthema – der Markt wächst im oberen einstelligen Bereich – und auch hier entscheiden Markenimage und Innovationen über künftige Absatzerfolge und Gewinne.

Mit einem Anteil 33,6 Prozent hat Nike bei Sportschuhen aktuell ein deutliches Übergewicht gegenüber dem Wettbewerber Adidas (19,1 Prozent). Mit der sogenannten „Flyknit“-Technologie hat der US-Konzern zudem ein heißes Eisen im Feuer. Dieses Verfahren ermöglicht es, Sportschuhe aus einem einzigen durchlaufenden Faden herzustellen. Hierdurch lassen sich völlig neue Designs realisieren. Auch das Gewicht der Schuhe sinkt.

Bei der Vernetzung ihrer Sportschuhe mit Informationstechnologie liefern sich Adidas und Nike ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Elektronische Komponenten im Schuh steuern eine Software an, mit der Trainierende ihre sportlichen Leistungen später auswerten können. „Solche imageträchtigen Produkte sind im Hochpreissegment angesiedelt. Mit ihnen können sich die Hersteller vom Wettbewerb abheben und besonders hohe Margen erzielen“, kommentiert Ehrhardt mögliche Effekte auf die entsprechenden Aktienkurse.

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