Jörg Zimmermann

Jörg Zimmermann

„Goldpreise von 2.200 US-Dollar sind 2012 möglich“

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DAS INVESTMENT.com: Wie geht es weiter mit dem Euro und der Euro-Zone?

Jens Zimmermann: Der Euro besteht auch noch Ende 2012. Ich rechne mit einer Erweiterung des Rettungspaketes – vermutlich mit einem Euro-Bond in irgendeiner Form. Darüber hinaus erwarte ich gezielte Wetten gegen sämtliche Aktien- und Rentenmärkte in der Europäischen Währungsunion.

DAS INVESTMENT.com:
Wie entwickeln sich bis Ende 2012 der Dax und der Dow Jones sowie die Preise für Gold und Öl?

Zimmermann:
Der Dax behält seine hohe Volatilität bei. Die Schwankungsbreite dürfte zwischen 4.500 bis 6.500 Punkten liegen, wobei der Dax-Stand gegen Ende des Jahres eher das obere Ende erreichen wird.

Die Entwicklung des Dow Jones hängt eng mit dem Wahljahr in den USA zusammen. Ich erwarte eine positive Wertentwicklung im zweiten Halbjahr. Der Jahresanfang dürfte noch durch die Euro-Krise belastet sein. Stände zwischen 12.500 und 13.500 sind möglich.

Beim Gold sind Preise von über 2.200 US-Dollar je Unze möglich. Ich empfehle es daher als Währungsabsicherung für Euro-Anleger.

Mit einer Abschwächung der Weltwirtschaft wird sich der Ölpreis reduzieren. Brent dürfte Ende 2012 zwischen 80 und 90 US-Dollar je Barrel kosten.

DAS INVESTMENT.com:
Welche Märkte werden 2012 besonders attraktiv und welche eher uninteressant sein?

Zimmermann: Das interessanteste Industrieland ist für mich Deutschland, das uninteressanteste Großbritannien. Bei den Schwellenländern würde ich auf Thailand setzen und Russland meiden.

DAS INVESTMENT.com: Und Anlageklassen?

Zimmermann: Potenzial sehe ich im kommenden Jahr vor allem für globale Aktien. Von Agrarrohstoffen hingegen sollte man besser die Finger lassen.

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