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Edelmetall-Ausblick Goldunternehmen erhöhen Dividenden

Goldmine von Barrick in Südamerika
Goldmine von Barrick in Südamerika: Das Minenunternehmen hat die Dividende kürzlich erhöht. | Foto: imago images / ZUMA Wire

Das Jahr 2020 war bisher stark von der Coronavirus-Pandemie geprägt. Eine Folge davon war, dass die USA offiziell in eine Rezession eintraten und damit die längste wirtschaftliche Expansion (128 Monate) in ihrer Geschichte beendet wurde. Die Reaktion darauf waren eine beispiellose geldpolitische Lockerung sowie fiskalische Stimulierung in allen wichtigen Bereichen.

Doch bereits bevor das Virus die Pandemie auslöste, hatte eine Reihe anderer Ereignisse die Märkte im Jahr 2020 beeinflusst, darunter verschärfte Spannungen im Nahen Osten, ein Ölpreiskrieg zwischen den wichtigsten Produzenten sowie eine weitere politische Polarisierung in den USA im Vorfeld der Wahlen. Gleichzeitig ließen die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China nicht nach. Gold und Goldaktien haben im Verlauf dieses ereignisreichen Jahres eine interessante Entwicklung hingelegt.  

Gold und Goldaktien haben deutlich zugelegt

Ende September 2020 war der Goldpreis seit Jahresbeginn um 24 Prozent gestiegen. Sorgen der Investoren aufgrund der Coronavirus-Pandemie, steigende geopolitische Spannungen sowie ein schwächelnder US-Dollar sorgten dafür, dass Gold kurzzeitig die Schwelle von 2.000 US-Dollar pro Unze durchbrach und einen Wert erreichte, der fast doppelt so hoch war wie fünf Jahre zuvor.

Trotz eines starken Ausverkaufs Mitte März nahm Gold damit seine Rolle als „sicherer Hafen“ wieder ein und erholte sich bereits bis April kräftig. Dies ähnelte der Krise von 2008. Damals stürzten sich Investoren zunächst auf Bargeld und verkauften Gold. Als sie dann ihre Bargeldbestände diversifizieren wollten, erholte sich Gold schnell. Goldaktien waren stärker vom Ausverkauf betroffen. Gründe dafür waren eine geringere Liquidität und die Besorgnis über unterbrochene Lieferketten. Im April jedoch erholten sich Goldaktien sehr stark und schlossen den Monat mit einem Plus von 11 Prozent seit Jahresbeginn im Einklang mit Gold ab.

Nach einer Pause notierten Gold und Goldaktien zwischen Ende Juni und Juli entscheidend höher. Für uns kam dies nicht überraschend. Mit dem US-Konjunkturpaket wurde eine zusätzliche Liquidität von 2 Billionen US-Dollar in den Markt gepumpt. Dann hatte die US-Notenbank im August auf eine durchschnittliche Inflationsrate anstelle eines einfachen Niveaus von 2 Prozent umgestellt, was zu negativeren realen (inflationsbereinigten) Zinssätzen führen wird. Vor diesem Hintergrund ist Gold attraktiv. Ein weiterer Rückenwind für das Edelmetall war der bereits erwähnte schwache US-Dollar. Einst betrachteten Investoren diesen ebenfalls als „sicheren Hafen“, dies änderte sich mit den anhaltenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit Corona und der expansiven Geld- und Finanzpolitik. Ein schwacher US-Dollar ist traditionell eine gute Nachricht für den Preis von Gold, das als ein stabileres Wertaufbewahrungsmittel angesehen wird. Goldaktien sind ebenso interessant für Investoren.

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