Hedge-Fonds K1 Invest soll aufgelöst werden

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Der Direktor der Gesellschaft habe die Wirtschaftsprüfungsfirma Grand Thornton für die Auflösung von K1 Invest bestellt, hieß es darin. Unklar ist derweil, ob es überhaupt noch etwas aufzulösen gibt: Bei der Liquidierung des Fonds wird sich zeigen, was überhaupt noch an Vermögensgegenständen und Liquidität im K1 Invest steckt und wie viel Geld der Fonds den Banken schuldet.

Der Leiter des Schweizer K1-Administrators Treukapital, David Zündorf, erklärte gegenüber der „Financial Times Deutschland“, per Ende Juli seien noch rund 348 Millionen Euro im K1 Invest enthalten gewesen. Allerdings sei unbekannt, welcher Teil davon der Fonds zu diesem Zeitpunkt Banken geschuldet habe und wie hoch das Eigenkapital im K1 Invest gewesen sei.

Kiener sitzt seit Ende Oktober wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Würzburg hatte eine Haftbeschwerde abgelehnt. Kieners Anwalt Lutz Libbertz hatte betont, Kiener könnten allenfalls „schlechte Investitions-Entscheidungen" vorgeworfen werden, nicht jedoch Untreuehandlungen.

Kiener soll laut Haftbefehl die Großbanken Barclays und BNP Paribas um bis zu 280 Millionen Dollar betrogen haben, indem er die Bilanzen seiner beiden Fonds frisiert habe. Die Finanzaufsicht BaFin hatte seit 2001 versucht, Kiener die Verwaltung von Finanzportfolios zu untersagen. 2008 war sie mit einer Klage gegen K1 Invest Ltd gescheitert.

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