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Umschlagsplatz für Frachtcontainer: P&R versprach Anlegern hohe Renditen – knapp zwei Drittel der angeblich vermieteten Container existierten allerdings gar nicht. | © Pixabay

Hoffnung für geprellte Anleger

P&R-Insolvenzverwalter will eine Milliarde Euro erzielen

Im Skandal um den Container-Vermittler P&R können geprellte Anleger auf mehr Geld hoffen als bisher angenommen. Wie der Insolvenzverwalter Michael Jaffé mitteilt, wolle er mit dem Weitervertrieb des Unternehmens in den kommenden Jahren mehr als eine Milliarde Euro erwirtschaften. Bis zum Jahresende sollen bereits mehr als 250 Millionen Euro realisiert sein.

„Die Verwertung der Containerflotte zeigt ein sehr positives Bild, wenngleich die zukünftigen Erträge natürlich vom Markt und damit der Entwicklung der Weltwirtschaft abhängen“, so der Insolvenzverwalter in einem Schreiben. Sich gegen einen Notverkauf zu entscheiden, sei damit richtig gewesen. „Wären die Strukturen zusammengebrochen, wären die Gläubiger leer ausgegangen“, sagt Jaffé weiter.

Die Gläubiger haben laut Insolvenzverwalter Forderungen in Höhe von etwas mehr als 3 Milliarden Euro angemeldet. Betroffen sind 55.000 Anleger. P&R soll nach derzeitigen Erkenntnissen Beteiligungen an 1,6 Millionen Containern verkauft haben. Da nur ein Drittel der Container wirklich existierte, gehen die Ermittler von einem Schneeballsystem aus. Das Landgericht München hat den Firmengründer wegen Betrugs angeklagt. Da der 76-jährige schwer krank ist, wird es allerdings nicht mehr zum Prozess kommen.

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