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in AnalysenLesedauer: 3 Minuten

Inflation im Anmarsch Wenn die Fed die Märkte flutet

Leergefegte Innenstadt Stuttgart: Zunächst könnten die Preise sinken, weil Menschen kaum noch einkaufen dürfen. Aber sobald das wieder erlaubt ist, könnte die Preiswelt ganz anders aussehen.
Leergefegte Innenstadt Stuttgart: Zunächst könnten die Preise sinken, weil Menschen kaum noch einkaufen dürfen. Aber sobald das wieder erlaubt ist, könnte die Preiswelt ganz anders aussehen. | Foto: imago images / Lichtgut / Leif-Hendrik Piechowski

Seit einigen Wochen hält der Corona-Virus die Welt in Atem. Sowohl gesundheitlich auch als wirtschaftlich sorgt die aktuelle Pandemie weltweit für Probleme. Zahlreiche Staaten haben eine Ausgangssperre verhängt, die Wirtschaft steht still. Die Aktienmärkte verzeichneten historische Einbrüche, so verlor der Dow Jones innerhalb des Monats März zwischenzeitlich 30 Prozent. Zudem kann es im Finanzsystem zu massiven Liquiditätsengpässen. Die amerikanische Notenbank (Fed) hat reagiert, den Leitzins mittels Notfallentscheid drastisch gesenkt und die Druckerpresse angeworfen. So schafft die Fed Billionen neuer US-Dollars aus dem Nichts. Dies muss zur Geldentwertung führen. Wann schlägt die Inflation zu?

Fed druckt Geld ohne Ende

Die amerikanische Notenbank wird auf absehbare Zeit praktisch das gesamte US-Finanzsystem absichern und die amerikanische Wirtschaft flächendeckend mit Kredit versorgen. Faktisch finanziert die US-Zentralbank vorrangig den Staat, da die Marktteilnehmer wie Banken, Hedgefonds und Investmentfonds derzeit nicht einmal mehr die normalerweise als sicher geltenden US-Treasuries halten wollen.

Der US-Senat verabschiedete ein Rettungspaket in Höhe von 2 Billion US-Dollar (2.000.000.000.000$) (Quelle: Fed)

Zu den konkreten Rettungsmaßnahmen zählen der direkte Kauf von Unternehmensanleihen am Primär- und am Sekundärmarkt, der unbegrenzte Kauf von US-Staatsanleihen und hypothekengesicherten Wertpapieren sowie der Plan, Privatunternehmen mit Krediten direkt zur Verfügung zu stehen.

Fed-Maßnahmen in der Finanzkrise 2007-2008 vergleichsweise mickrig

Wie lange wird der Corona-Virus die Wirtschaft lahmlegen? Sowohl die Fed als auch der US-Staat waren zum schnellen Handeln gezwungen. Eine länger andauernde Krise würde die Wirtschaft ruinieren. Die Angst vor einem totalen Zusammenbruch und einer lang anhaltenden Depression ist groß. Vieles erinnert an die Rettungsmaßnahmen während der Finanzkrise 2007-2008. Damals, zu Beginn der Rezession im Dezember 2007 und deren Ende im Juni 2009 ist die Wirtschaftsleistung aber um „nur“ 4,3 Prozent geschrumpft, während die Arbeitslosigkeit bis auf „nur“ 10 Prozent im Oktober 2009 nach oben geschossen ist.

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