Investoren-Umfrage Institutionelle nehmen höhere Risiken in Kauf

Seite 2 / 2

Jörg Knaf, Executive Managing Director DACH-Länder

„Obwohl sich die Risikofaktoren im Laufe der Zeit verändern, bleibt die Herausforderung für institutionelle Investoren, langfristig positive Ergebnisse zu erzielen, während man kurzfristige Turbulenzen am Markt umschifft“, so Jörg Knaf, Executive Managing Director DACH-Länder bei Natixis Global AM.

„Aufgrund ihrer Mandate ist die Vermeidung von Risiken aber keine Option für institutionelle Investoren. So müssen sie einen Weg finden, mit diesen großen Herausforderungen fertigzuwerden, oder aber sich komplett neu aufstellen, indem sie Risiken ausgleichen und Alternativen zum traditionellen 60/40 Portfolio-Aufbau einbeziehen, und das immer mit Blick auf ihre langfristigen Ziele.

Wachstum steht im Fokus

Was ihre jeweiligen Ziele betrifft, so halten zwar 70 Prozent der Investoren ihre Ertragserwartungen für durchaus realistisch, aber so groß, wie es auf den ersten Blick scheint, ist die Zuversicht vielleicht doch nicht. So rechnet die Hälfte (50 Prozent) der Institutionen damit, dass die Ertragserwartungen in den nächsten zwölf Monaten sinken werden.

Ein Grund dafür ist die Schwierigkeit, überhaupt noch Ertragsquellen zu identifizieren. So geben 75 Prozent der Befragten an, dass sich immer schwerer ein Alpha generieren lässt, weil die Märkte zusehends effizienter werden.

Obwohl die meisten zuversichtlich sind, ihre langfristigen Verbindlichkeiten bedienen zu können, gehen 62 Prozent davon aus, dass dies den meisten ihrer Mitbewerber nicht gelingen wird. Derweil vertreten 69 Prozent die Auffassung, dass traditionelle Methoden zur Diversifikation und zur Portfoliostrukturierung neuen Ansätzen weichen müssen.

nach oben