Rekordwert: Am Potsdamer Platz in Berlin wechselten Gebäude für 1,3 Milliarden Euro den Besitzer. Foto: Aleksandar Kocic / <a href='http://www.pixelio.de' target='_blank'>pixelio.de</a>

Rekordwert: Am Potsdamer Platz in Berlin wechselten Gebäude für 1,3 Milliarden Euro den Besitzer. Foto: Aleksandar Kocic / pixelio.de

JLL und BNP Paribas

Berlin ist deutsche Hauptstadt bei Gewerbeimmobilien

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Jones Lang Lasalle (JLL) und BNP Paribas Real Estate kommen zum selben Ergebnis: 2015 war ein herausragendes Jahr für den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt - und Berlin ist das Maß aller Dinge.

Mehr als 55 Milliarden Euro wurden 2015 in Deutschland mit Gewerbeimmobilien umgesetzt. 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Der sechste Anstieg in Folge seit 2010. Ausschlaggebend dafür war das vierte Quartal, in dem 30 Prozent der Transaktionen getätigt wurden.

Neuer Rekord bei Hotelimmobilien

Größte Assetklasse unter den insgesamt 1.800 Transaktionen waren Büroobjekte. Mehr als 40 Prozent (23 Milliarden Euro) wurden mit ihnen umgesetzt. Dahinter folgen Einzelhandelsobjekte mit knapp einem Drittel.

Auf den folgenden Plätzen liegen gemischt genutzte Immobilien, Hotel, sowie Lager- und Logistikimmobilien. BNP Paribas betont, dass gerade bei Hotelimmobilien ein neuer Rekord zu verzeichnen ist. Mit umgesetzten 4,39 Milliarden Euro wurde das Vorjahr um 43 Prozent überboten.

Deutscher Markt wird internationaler

Laut JLL und BNP haben sich deutsche Gewerbeimmobilien als internationaler Handelsplatz etabliert. Ausländische Investoren stehen für mehr als die Hälfte des Investitionsvolumens. Im Portfoliobereich sind sie für gut zwei Drittel des Geschehens verantwortlich.

Unter den zehn größten Käufen wurden nur drei von einheimischer Seite getätigt. Die Verteilung auf der Verkäuferseite gestaltet sich ähnlich. Das, so JLL, bedeutet ein ausgewogenes Bild zwischen deutschen und ausländischen Investoren, hinsichtlich des Auf- und Abbaus ihres deutschlandweiten Immobilienbestandes.

Seite 2: Berlin ist das Maß aller Dinge

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