Konrad Hummler ist Autor des Anlagenkommentars

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Keine Alternativen: Privatbank Wegelin trommelt für Aktien

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Analysten der Privatbank Wegelin & Co. zufolge haben die vergangenen zwölf Monate drei Problemfelder gezeigt:
  1. Umweltkatastrophen a la Fukushima und Deep Water Horizon,
  2. politische Umwälzungen im arabischen Raum, die die Ölversorgung gefährden, sowie
  3. Staatsverschuldungen in Europa und den USA.
Keiner weiß, was künftig noch alles passieren wird. Die drei Problemfelder würden aber, jeder für sich, genügend Potential für einen Jahrhundert-Crash an den Finanzmärkten bergen.

Die Privatbankiers stellen sich daher die Frage, welche Asset-Klasse vor diesem Hintergrund die besten zur Vermögenssicherung ist. Die Antwort: Aktien.

Schließlich gebe es keine Alternative zu Aktien. Bargeld komme momentan nicht infrage, da Inflation und damit Geldentwertung drohe. Auch würden Anleger obendrein Währungsrisiken in Kauf nehmen. Für Anleihen sei in Zeiten der „Normalisierung“ der Zinsen und drohender Staatsbankrotte auch nicht der richtige Zeitpunkt. Bei Edelmetallen und speziell Gold sei der Inflationsschutz eine gute Sache, aber Anleger müssten zu einem bereits hohen Marktpreis in die Metalle einsteigen. Ähnliches gelte für Immobilien: Diese Asset-Klasse sei bereits teuer und werde zunehmend renditeärmer.

Aktien dagegen bieten sich an, da Unternehmen am ehesten auf die Herausforderung von Krisen reagieren können. Im Zeitalter der Globalisierung sind sie fähig, ihre Schwerpunkte rasch zu verlagern und sich anzupassen.


Quelle: Bloomberg, Wegelin & Co.

Ein weiterer Pluspunkt von Aktien: Die 2000er Jahre waren ein schlechtes Aktienjahrzehnt. In der Historie hätte es nicht viele negative Aktienjahrzehnte gegeben. Daher sind die Analysten von Wegelin überzeugt, dass Aktien im aktuellen Umfeld und bei möglichen künftigen Krisen die beste Chance bieten, Vermögenswerte zu erhalten.

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