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Ein Roboter bedient Maschinen: Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch. | © Getty Images

KI im Fondsmanagement

Schneller und smart

Plus 450 Prozent auf einen Schlag. Diesen enormen Zuwachs vermeldet das US-Geldhaus J. P. Morgan für Klickraten, die es in einem Pilotprojekt mit Mailings und Online-Werbung erzielt hat. Den Erfolg schreiben die Banker dem außergewöhnlichen neuen Autor ihrer Werbetexte zu, einem Algorithmus. Da die Software mit ihrer Künstlichen Intelligenz (KI) offenbar zielführender formulieren kann als die bislang beauftragten Menschen, will J.P. Morgan künftig mit dem New Yorker KI-Anbieter Persado zusammenarbeiten, der das Programm entwickelt.

Wenn eine Software schon bessere Werbetexte als ein Mensch entwerfen kann, stellt sich die Frage nach dem Einsatz auf anderen Gebieten. Algorithmen, die Daten analysieren, um Muster zu erkennen und daraus zu lernen, prägen längst den Alltag. Sei es das Internet-Kaufhaus Amazon, die Streaming-Plattform Netflix oder der Suchmaschinen-Primus Google – immer mehr Unternehmen nutzen moderne Informationstechnologie, um zielsicher Warenangebote, Film- und Serienvorschläge oder Werbeanzeigen an die passenden Kunden zu bringen. Weltweit kann das Volumen des KI-Markts Experten zufolge bis 2025 auf rund 80 Milliarden Euro wachsen. Und die angehende wirtschaftliche Supermacht China will bis 2030 sogar umgerechnet 135 Milliarden Euro in KI investieren.

An dieser Erfolgstory wollen auch Fondsanbieter teilhaben. Die DWS etwa hat mit dem ETF Xtrackers Artificial Intelligence and Big Data (ISIN: IE00BGV-5VN51) einen Themenfonds aufgelegt, der vom Megatrend KI gleich doppelt profitieren soll. Zum einen investieren Anleger damit in Unternehmen, die sich im aufstrebenden KI-Markt tummeln und somit steigende Gewinne und Aktienkurse versprechen. Zum anderen setzt die Deutsche-Bank-Tochter Computer-Intelligenz im Fondsmanagement ein, die menschlichen Portfoliolenkern überlegen sein soll.

Eric Wiegand, leitender Xtrackers-Vertriebsstratege in Europa und Asien-Pazifik, sieht auch in der Finanzbranche bereits zahlreiche Beispiele für einen Erfolg versprechenden Einsatz moderner Technologien: „Inzwischen ermöglichen intelligente Lautsprecher das Erkennen und Verarbeiten von Sprache, selbstlernende Computersysteme erlauben eine enorme Effizienzsteigerung sowie eine gezieltere Kundenansprache.“ Anleger sollten sich mit auf KI ausgerichteten Anlageprodukten befassen, um von diesen Zukunftstrends profitieren zu können.

Dafür die richtigen Unternehmen ausfindig zu machen, ist nicht ohne, da diese prinzipiell in allen Wirtschaftsbereichen zu Hause sein können. Diese Aufgabe übernimmt wie bei anderen neuen Xtrackers-Themen-ETFs, die Megatrends folgen sollen, der US-Indexanbieter Yewno. Um nach den Unternehmen zu fahnden, die bereits fortschrittliche Technologien einsetzen, wertet Yewno große Datenmengen nach Suchbegriffen wie Cloud Computing, Rechenzentren, Spracherkennung oder Cyber-Sicherheit aus.

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