Frankfurter Börse: Die unabhängigen Vermögensverwalter gehen für 2016 von einem moderaten Dax-Anstieg aus. Foto: Getty Images

Frankfurter Börse: Die unabhängigen Vermögensverwalter gehen für 2016 von einem moderaten Dax-Anstieg aus. Foto: Getty Images

Marktstudie

Was erwarten Vermögensverwalter vom Jahr 2016?

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Die führenden unabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland erwarten für 2016 einen Kursanstieg der wichtigsten Aktienindizes und gleichbleibende Leitzinsen im Euro-Raum. Für ihre jährliche Studie befragte Universal-Investment im November 2015 knapp 20 unabhängige Vermögensverwalter, die auf der Publikumsfonds-Plattform von Universal-Investment Fonds mit einem Gesamtvolumen von mehreren Milliarden Euro betreuen.

Wie im Vorjahr erwarten die Experten ein deutliches Plus an den Leitbörsen, wenn auch etwas moderater als 2015. Der Dax werde demnach bis Ende 2016 um etwa 8 Prozent auf einen durchschnittlichen Stand von 12.224 Punkten steigen. Die Bandbreite der Vorhersagen liegt zwischen 9.000 und 14.000 Punkten. Für den EuroStoxx 50 erwarten die Vermögensverwalter bis Ende 2016 im Durchschnitt ein Plus um rund 8 Prozent auf 3.778 Punkte, für den US-Unternehmensindex S&P 500 einen Zuwachs von rund 5 Prozent auf 2.201 Punkte (siehe Grafik).

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Mit deutlichen Preissteigerungen rechnen die Investmentspezialisten für Öl und Edelmetalle. Demnach soll der Goldpreis bis Jahresende 2016 um fast 12 Prozent auf durchschnittlich 1.181 US-Dollar pro Unze steigen. Das Barrel WTI-Rohöl soll um die Hälfte teurer werden.

Die Befragten raten dazu, mehr als die Hälfte des Anlagebetrags in Aktien zu investieren. Dabei sollten Unternehmen aus Industrienationen den Vorrang vor solchen aus den Emerging Markets bekommen. Die Bandbreite für den empfohlenen Aktienanteil im Portfolio liegt zwischen 30 und 80 Prozent. Anleihen sollten nur noch zu rund einem Viertel gehalten werden.

Bei der regionalen Verteilung sollten Privatanleger idealerweise in Wertpapiere mit Herkunft Europa ohne Deutschland (31 Prozent), USA und Deutschland (jeweils 25 Prozent) sowie Japan (6 Prozent) investieren, raten die Spezialisten.

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