Christophe Frisch, Ampega Gerling

Christophe Frisch, Ampega Gerling

Mit Geldmarktfonds vom Zinsanstieg profitieren

//
Trotz erhöhter Inflation hatte die EZB Anfang Juni auf eine weitere Zinserhöhung verzichtet. Auf der anschließenden Pressekonferenz hat EZB-Chef Jean-Claude Trichet jedoch „eine Erhöhung im Juli nicht ausgeschlossen“, was aus dem EZB-Code übersetzt der Ankündigung einer Zinserhöhung nahe kommt. Die jährliche Teuerungsrate im Euroraum ist im Mai leicht auf 2,7 Prozent gesunken gegenüber 2,8 Prozent im April. Doch auch dieser Satz liegt noch deutlich über dem EZB-Ziel von 2 Prozent. Frisch rechnet daher am heutigen Donnerstag mit einem Zinsanstieg um 0,25 Prozentpunkten und weiteren 0,25 Prozentpunkten im Jahresverlauf.

„Sollte das Thema Inflation auch im nächsten Jahr so im Vordergrund stehen, wird die EZB den Zinserhöhungszyklus 2012 fortsetzen“, prognostiziert Frisch. Für das Gesamtjahr rechnet Ampega Gerling mit einer Inflation im Euroraum von 2,4 Prozent, das liegt leicht unter dem von Bloomberg erhobenen Konsens von 2,6 Prozent. Für 2012 erwartet die Talanx-Tochter eine Inflationsrate von 2 bis 3 Prozent.

„Geldmarkt- und geldmarktnahe Fonds gewinnen bei dieser Zinsentwicklung weiter an Attraktivität“, sagt Frisch.  Ampega Gerling hat bei seinen Fonds aus dem betreffenden Bereich entsprechend die Zinsbindungsdauer gegenüber der Benchmark verkürzt.  Neben dem Durationsmanagement setzt Manager Frisch in seinem geldmarktnahen Gerling Reserve Fonds auf eine breite Streuung über verschiedene Asset-Kategorien, Sektoren, Regionen und Emittenten.  Von Jahresanfang bis Ende Mai hat er eine Performance von  2,9 Prozent erzielt. Frisch: „Der Fonds profitiert aktuell von seiner attraktiven Durchschnittsverzinsung und der Partizipation an der positiven Spread-Entwicklung von Unternehmensanleihen aus Industrie- und Finanzsektoren.

Mehr zum Thema
Inflationsumfrage: Die Rohstoffblase platztBombe Italien: Felix Zulauf warnt vor BankrottAssenagon: Bond-Prognosen zu pessimistisch