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Anzeigetafel mit fallenden chinesischen Börsenkursen in Hongkong. Foto: Getty Images

Anzeigetafel mit fallenden chinesischen Börsenkursen in Hongkong. Foto: Getty Images

Musterdepot-Kommentar vom 2. Oktober 2015

Steigende Kurse machen Lust auf mehr

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Zu den drei Fonds-Musterdepots von DER FONDS >>

Berauschend sind die Zahlen nicht gerade, die in dieser Woche aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt kommen. So fiel ein vom chinesischen Wirtschaftsmagazin „Caixin“ berechneter Einkaufsmanager-Index auf den niedrigsten Stand seit sechseinhalb Jahren. Auch der offizielle, vom Statistikamt in Peking veröffentlichte Wert liegt unterhalb jener Grenze, deren Überschreiten als Beginn eines neuen Aufschwungs gedeutet werden könnte.

Weil Analysten überwiegend mit noch schlechteren Konjunkturdaten gerechnet hatten, zogen jedoch in der Folge an den meisten Aktienbörsen die Kurse spürbar an. Fast sieht es so aus, als wolle niemand den langsam anfahrenden Zug verpassen, falls es – ähnlich wie 2014 – in den letzten beiden Monaten des Jahres noch zu einer Schluss-Rally kommt.

Wie nachhaltig die gute Stimmung und die sie tragenden Fakten sind, müssen die kommenden Wochen zeigen. Dass es im aktuellen Nullzins-Umfeld jedoch keine gute Idee sein dürfte, sein Depot ganz oder weitgehend frei von Aktien zu halten, ist an dieser Stelle immer wieder durchgeklungen. Deshalb fühlt sich die Redaktion von DER FONDS derzeit mit einer leicht übergewichteten Aktienquote von 55 bis knapp 60 Prozent in den drei Musterdepots durchaus wohl.

Steigen die Kurse weiter, müsste vor allem das in den vergangenen Monaten etwas schwächelnde Best-of-Two-Depot wieder etwas Wind in die Segel bekommen. Als einziges der drei Depots notiert es für 2015 leicht im Minus, was nicht nur auf den zu frühen Einstieg in Goldminen- und Rohstofffonds zurückzuführen ist. So wurde der im Januar zugekaufte Mischfonds-Klassiker Carmignac Patrimoine von den jüngsten Turbulenzen an den Aktien- und Rentenmärkten kalt erwischt: Seit April fiel der Anteilspreis um mehr als 11 Prozent. In ähnlicher Größenordnung liegt der vergleichsweise hoch gewichtete, auf Währungen außerhalb des Euro- und Dollarraums spezialisierte Flossbach von Storch Currency Diversification hinter seinem im Mai markierten Jahreshoch.

Jeder der beschriebenen Rückschläge ist für sich genommen ärgerlich – führt aber nicht dazu, die betroffenen Fonds nun schleunigst aus dem Depot zu kegeln. Denn die Gründe, weshalb sie gekauft wurden, existieren nach wie vor: extremer Pessimismus (Gold und Rohstoffe), ein bewährtes Team mit einem 1989 begonnenen Track-Record (Carmignac Patrimoine) und ein langfristiges Vertrauen in Währungsräume, die deutlich weniger verschuldet sind als die Euroländer oder die USA.

Apropos erfolgreicher Track-Record: Auf den können auch Tom Stubbe Olsen (Nordea European Value, siehe aktuelles Interview), Ole Nielsen (Nielsen Global Value), Christoph Bruns (Loys Global) und Gregor Trachsel (CS Equity Fund Global Value) zurückblicken. Warum also dort ausgerechnet jetzt die Geduld verlieren, wo doch über kurz oder lang eine der längsten Perioden von Underperformance des Value-Stils zu Ende gehen dürfte?

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