Preiskampf bei ETFs geht weiter ETF-Anbieter will Anleger mit Gutschrift statt Gebühren locken

Die Börse an der Wall Street in New York | © Getty Images

Die Börse an der Wall Street in New York Foto: Getty Images

Der von dem erst 2017 gegründeten Unternehmen neu lancierte ETF richtet sich an Investoren, die auf niedrige Volatilität und ein stabiles Beta aus sind. Er bildet den hauseigenen Salt Low Tru Beta-Index ab. Er ergänzt den bereits bestehenden Salt High Tru Beta ETF, beide enthalten rund 100 Titel aus dem Solactive US Large and Mid Cap-Index.

Für jeweils 10.000 US-Dollar, die Anleger in den ETF investieren, erhalten sie fünf US-Dollar - allerdings nur bis zum 30. April 2020 beziehungsweise solange, bis ein Fondsvolumen von mindestens 100 Millionen US-Dollar erreicht ist. Wächst der ETF vor diesem Stichtag auf ein Volumen von 200 Millionen US-Dollar, zahlen Anleger eine gestaffelte Gebühr: 0,05 Prozent für die ersten 100 Millionen US-Dollar und 0,29 Prozent für die zweiten 100 Millionen. Generell ist für den ETF eine Gebühr in Höhe von 0,29 Prozent vorgesehen.

De facto profitieren Anleger damit umso weniger, je erfolgreicher der Start des Fonds verläuft. Die Gebührenaktion ist nach Einschätzung des US-Magazins Barron’s daher eher als Marketing-Kampagne einzuordnen. Sie zeigt aber auch, dass der Preiskampf im ETF-Segment in vollem Gange ist. Darauf weist auch die jüngste Meldung des europäischen Anbieters Amundi hin, eine besonders kostengünstige Produktpalette namens Amundi Prime zu lancieren. Schon im Sommer vergangenen Jahres hatte der US-Anbieter Fidelity mit seinem Angebot an ETFs zum Nulltarif den Preiskampf forciert.