Privatbanken knüpfen zarte Bande UBP bandelt mit den Rothschilds an

Guy de Picciotto ist seit 1998 Präsident des Exekutivkomitees der Privatbank UBP. | © UBP

Guy de Picciotto ist seit 1998 Präsident des Exekutivkomitees der Privatbank UBP. Foto: UBP

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Die Schweizer Union Bancaire Privée (UBP) und die börsennotierte Finanzholding für die englischen und französischen Zweige der Bankiersfamilie Rothschild (Rothschild & Co) wollen zusammenarbeiten. Im Rahmen einer Partnerschaft konzipieren die beiden Familienunternehmen eine Strategie für private und institutionelle Kunden am Private-Equity-Markt.

Die im Jahr 1969 von Edgar de Picciotto gegründete Union Bancaire Privée verspricht sich von der Zusammenarbeit mit Rothschild & Co Zugang zum Erfahrungsschatz der Bankiersfamilie Rothschild. Die Pläne der Partner sehen vor, dass UBP ihr Produktangebot für Kunden erweitert, die in nicht-börsennotierte Unternehmen investieren möchten. Die Expertise dafür beschafft sich die Privatbank nun bei Rothschild & Co, die über elf Milliarden Euro in Private-Equity- und Private-Debt-Fonds verwaltet.

Über die neue Partnerschaft sollen UBP-Kunden Zugang zu einem globalen und diversifizierten Portfolio von kleinen und mittelgroßen Unternehmen erhalten. Die Investmentstrategie basiert auf vier Ansätzen im Private Equity: Anlagen in Primär- und Sekundärmarkt-Fonds, Late-Primary-Fonds und direkte Co-Investments. Rothschild & Co verantwortet im Rahmen der Zusammenarbeit das Management, während Spezialisten der UBP die Anlageberatung auf der Kundenseite übernehmen.

Seit ihren Anfängen gehört die UBP der Familie de Picciotto, die sie über die CBI Holding kontrolliert. Der Gründer der Bank, Edgar de Picciotto, war bis zu seinem Tod im März 2016 Hauptaktionär und Vorsitzender des Verwaltungsrates. Guy de Picciotto ist seit 1998 Präsident des Exekutivkomitees der UBP und hat damit die operative Leitung der Privatbank inne.