Nadja Picard von der Beratungsgesellschaft PwC

Nadja Picard von der Beratungsgesellschaft PwC

PwC-Studie: Wie die Kapitalmärkte im Jahr 2025 aussehen

Vier von fünf Umfrageteilnehmern nannten China als das Land, aus dem im Jahr 2025 die meisten Kandidaten für ein Initial Public Offering (IPO, Börsengang) stammen werden und in dem auch die größten IP-Erlöse erzielt werden. Für die Studie „Capital Markets in 2025“ befragt die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) rund 400 Unternehmenslenker weltweit. Drei Länder dürften die Befragten nennen.

An zweiter Stelle folgt Indien, das knapp 60 Prozent als Herkunftsland für die meisten IPO-Kandidaten sehen.  Die weiteren Bric-Länder Russland und Brasilien landen auf Platz 4 und 5.  

Das einzige entwickelte Land unter den ersten Fünf sind die USA (Platz 3). 52 Prozent der Unternehmenslenker können sich vorstellen, dass das Land der unbegrenzten Möglichkeiten auch im Jahr 2025 die meisten Börsengänge hervorbringen wird. Bei den erzielten IPO-Erlösen landen die USA sogar auf Platz 2 (57 Prozent).

„Chinas Börsen werden hoch gehandelt, man erwartet aus Asien und den Bric-Staaten starke Konkurrenz für die etablierten Börsenplätze“, kommentiert Nadja Picard, Partnerin im Bereich Kapitalmärkte von PwC Deutschland, die Ergebnisse.

Dem Erfolg der Börsen der Schwellenländer könnten jedoch einige Faktoren entgegenstehen. Rund jeder dritte Befragte (32 Prozent) meint, dass das rechtliche und regulatorische Umfeld in den Emerging Markets die dortigen Börsen bei ihrem Aufstieg aus dem Tritt bringen könnten. Fast genauso häufig (29 Prozent) wurde die politische Unsicherheit der Schwellenländer genannt.

„Die etablierten Börsen haben IPO-Kandidaten einiges zu bieten – sowohl den Kandidaten aus den etablierten Märkten als auch denen aus den Emerging Markets. Unternehmen, die einen Börsengang planen, werden künftig mehr Börsenplätze zur Auswahl haben“, schätzt Picard die Zukunft ein.

Die vollständige Studie können Sie hier lesen.

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