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Robert Walters Gehaltsstudie: Winkt der Finanzbranche in diesem Jahr das fette Gehaltsplus?

Spürbare Lohnerhöhungen hatten in den vergangen Jahren Seltenheitswert. Auch 2013 veränderten sich die Einkommen wenig. Für 2014 sehen die Prognosen ähnlich aus. Das Jahresgehalt eines Privatbankers beispielsweise mit einer Erfahrung von 3 bis 7 Jahren lag 2013 zwischen 60.000 und 120.000 Euro. Für 2014 wird ein Minimalzuwachs auf 125.000 Euro prognostiziert. Privatbanker mit einer Berufserfahrung von 7 Jahren und mehr lagen 2013 bei 65.000 bis 130.000 Euro. Hier soll sich die Gehaltskurve immerhin auf 145.000 Euro hochschrauben.

Zum 15. Mal veröffentlichte die Personalberatung Robert Walters aus Düsseldorf ihre jährliche Gehaltsstudie. Schwerpunkt der Studie sind Trends und Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sowie Zahlen zu Gehältern verschiedener Berufsgruppen.

Home-Office, flexible Arbeitszeiten, individuelle Teilzeitregelungen

Das Lohn-Plus ist laut der Umfrage für Arbeitnehmer ein Schlüsselkriterium beim Jobwechsel. Bewerber die an Gehaltsverhandlungen überzogene Erwartungen knüpfen, werden jedoch nicht weit kommen. Robert Walters geht davon aus, dass Unternehmen auch 2014 an einem ausgewogenen Kostenmanagement festhalten werden.

Die Studie zeigt zudem Trends, die das Themenspektrum der Gehaltsverhandlung erweitern. Mitarbeiter von Banken und Finanzdienstleistern interessieren sich besonders für individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, spezielle Weiterbildungen und Zukunftsperspektiven im Unternehmen.

Zudem werden weiche Themen für Arbeitnehmer wichtiger. Work-Life-Balance und Generation Y sind hier Stichworte. Home-Office, flexible Arbeitszeiten, individuelle Teilzeitregelungen – Unternehmen, die sich für diese Angebote öffnen, haben im Wettbewerb um den Nachwuchs gute Karten.

Aber nicht nur Bewerber richten sich neu aus. Unternehmen suchen vermehrt Mitarbeiter mit speziellen Kenntnissen, die sie im globalen Wettbewerb nach vorne bringen. Bewerber mit internationaler Ausbildung und Erfahrung sind deshalb besonders gefragt.

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