Schiffsfonds: Letzte Hoffnung antizyklischer Blindpool

Schiffsfonds: Letzte Hoffnung antizyklischer Blindpool

„Im derzeitigen Marktumfeld werden einzelne Schiffe zu historisch günstigen Preisen verkauft“, sagt Kai-Michael Pappert, Geschäftsführender Gesellschafter der PCE. Dies biete die Chance, kostengünstig an ein attraktives Schiffsportfolio zu kommen. Da alle Experten davon ausgehen, dass der Seeverkehr langfristig wieder hohe Wachstumsraten verbuchen wird, sei jetzt der richtige Zeitpunkt, zu investieren. Später, wenn die Märkte wieder ansprängen, könnten die Anleger von den jetzt günstigen Preisen profitieren. Wenn erst einmal wieder positive Schlagzeilen die Nachrichten prägten, sei der beste Einstiegszeitpunkt verpasst, so Pappert. Ein zusätzlicher Anreiz sei das günstige Zinsniveau.  Mit einem Blindpool, der auf Opportunitäten setzt, ist PCE freilich nicht allein. Neben dem jüngsten Angebot von Ownership ist bereits seit längerem Ocean Shipping Partner mit dem Fonds Shipping Invest sowie Maritim Equity mit ihrem dritten Fonds am Markt. Das Eigenkapitalvolumen soll 10 Millionen Euro betragen, der Fonds will dabei als Co-Investor an Private Placements und institutionellen Käufen auftreten. Das heißt, anders als die ähnlich konzipierten Fonds kauft der PCE Chancenportfolio nur Kommanditanteile, keine echten Schiffe. Im Fokus stehe die Größenklasse 500 bis 4.500 TEU, da diese nach Einschätzung von PCE am flexibelsten einsetzbar seien. Tatsächlich dürfte sich das Verkaufsvolumen von größeren Schiffen auch noch sehr in Grenzen halten. Die Mindestbeteiligung liegt bei 10.000 Euro.

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