Isabel Levy, Métropole

Isabel Levy, Métropole

Serie Fonds-Perlen: Der Erfolg der Madame Levy

Vite, vite, Madame, in zwölf Monaten gleich dreimal so gut wie der breite Markt. November 2002. Start des Europa-Fonds Sélection der französischen Boutique Métropole mit Sitz in Paris, Entfernung zu Star-Manager Eduard Carmignac: 200 Meter Luftlinie. Et voilà, nach dem Börsenjahr 2003 steht es 43 zu 14 Prozent im Duell Fonds gegen Index.

Von diesem Senkrechtstart profitiert der Fonds noch heute. Bodenhaftung und kleine Verluste gegenüber dem Index in den Jahren 2006 und 2007 schmälern den Erfolg nicht: Fast 100 Prozent stehen einem Indexergebnis von 60 Prozent gegenüber.

Im Jahr 2010 läuft es abermals besser; 14,0 Prozent zu 1,1 (Stand: 9. November 2010). Seit Mai gibt es den Sélection auch in Deutschland. Métropole-Managerin Isabel Levy, so apart wie unprätentiös, ist stets voll investiert und überblickt ein hoch konzentriertes Portfolio. 466 Millionen Euro sind in lediglich 26 Unternehmen investiert.

„Die Unternehmen liefern eine ausreichende Diversifikation, um das Risiko zu senken. Die guten Ideen bleiben trotzdem gewichtig genug, um die Kursentwicklung nachhaltig positiv zu beeinflussen“, sagt Levy. Das Europa-Konzentrat ist in der Tat weniger volatil als der breite Markt.

„Value-Investoren träumen nicht“

Levy ist Vertreterin des klassischen Value- Ansatzes. Ein Unternehmen muss unterbewertet sein und zugleich über einen Auslöser verfügen – Métropole nennt es Katalysator –, der die Unterbewertung in absehbarer Zeit aufhebt. „Wir wissen ab dem Zeitpunkt der Wertbestimmung einer Aktie, zu welchem Preis wir sie wieder verkaufen wollen“, sagt Levy. Derzeit besteht das Portfolio ausschließlich aus Großkonzernen.

Fein aufgedröselt auf dem Informationsblatt der Gesellschaft sind zudem die aktuellen Neuzugänge: Reiseunternehmen Thomas Cook und Halbleiterhersteller Infineon. Abgänge: keine. „Wir verkaufen, während der Markt noch von Wachstum träumt“, erklärt Levy die Gründe für das unterdurchschnittliche Abschneiden in 2006 und 2007. „Value-Investoren träumen aber nicht.“ Weitere Fondsperlen finden Sie hier

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