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Studie: Anleger kaufen Aktien und Anleihen direkt

Studie: Anleger kaufen Aktien und Anleihen direkt
Aktien und Anleihen statt Investmentfonds, lautet bei Direktbankkunden die Devise. Das geht aus den Auswertungen des Comdirect Brokerage Index hervor. Für den Index stellt die Bank die Wertpapierkäufe ihrer 700.000 Depotkunden den –verkäufen gegenüber und vergleicht sie anschließend mit dem Jahresdurchschnitt. Ein Indexstand über 100 Punkte zeigt an, dass die Kaufbereitschaft im betrachteten Monat zugenommen hat, ein Stand unter 100 Punkten deutet auf eine rückläufige Kauflust hin.

Mit einem Indexstand von 125,9 Punkten stehen Aktien derzeit besonders stark im Fokus der Anleger. „Etliche Anleger schichten derzeit ihr Geld um. Sie verkaufen vorrangig Aktienfonds und legen das Geld direkt in Unternehmensanteile an“, sagt Stefan Wolf, Produktmanager bei Comdirect.

Dementsprechend verharrt der Index für Fonds mit 51,1 Punkten auf sehr niedrigem Niveau und signalisiert starken Verkaufsdruck.

Auch bei Anleihen sehen viele Anleger Chancen. Mit 129,7 Indexpunkten liegt der Borkerage Index für diese Anlageklasse so hoch wie seit August 2008 nicht mehr. Laut Wolf spekulieren besonders mutige Anleger vor allem auf Anleihen aus notleidenden Euro-Staaten. Unter den 20 am meisten gekauften Rentenpapieren seien im Juni acht Griechenland-Bonds sowie einige Irland-Anleihen zu finden gewesen.

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