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Wirtschaftswunder China, Quelle: Fotolia

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Top & Flop: Carmignac hat den besten Emerging-Market-Fonds

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Der Gewinner des Fondsvergleichs kommt aus dem Hause Carmignac. Mit einer Performance von 61 Prozent seit Anfang des Jahres läuft der Carmignac Portfolio Emerging Discovery (WKN A0M9A1) dem schwächsten Fonds seiner Vergleichsgruppe, dem PEH Q-Emerging Markets (WKN 986424), um knapp 54 Prozentpunkte voraus. Dieser hat seit Anfang 2009 lediglich 7 Prozent zugelegt. Schnäppchenjäger gegen Schwellenmarktskeptiker „Schnäppchen“, so beschreibt Carmignac-Manager Jordan Cvetanovski sein Erfolgsgeheimnis. Er bevorzugt vor allem kleine und mittlere Unternehmen und dort Firmen, die sich noch in einem relativ frühen Entwicklungsstadium befinden. Als ein besonders guter Fang haben sich dabei laut Cvetanovski brasilianische und chinesische Bauunternehmen erwiesen, die Häuser für sozial Schwache errichten und von der Regierung unterstützt werden. Aber auch Immobilieninvestments in den beiden genannten Ländern sowie russische Düngemittelhersteller und afrikanische Kupferproduzenten hätten schöne Renditebeiträge geleistet. Während PEH-Chef Martin Stürner („Ich rechne mit einem Crash an den Emerging Markets“) den Wachstumsaussichten von China, Indien & Co. sehr skeptisch gegenüber steht und mit einem deutlichen Rückschlag rechnet, kann Cvetanovski von den Entwicklungsländern gar nicht genug bekommen. „Emerging Markets sind der beste Platz zum Investieren“, sagt er. Nun schaut sich der Schnäppchenjäger auch verstärkt in Grenzmärkten wie Papua-Neuguinea um, wo er sich am Palmölproduzenten New Britain Palm Oil Limited beteiligte. Auch in Ländern wie Katar, Dubai und Abu Dhabi will sich Cvetanovski künftig stärker engagieren. Wachstumsstrategie gegen kontrollierte Offensive So unterschiedlich wie die Performance ist auch die Anlagestrategie der beiden Fonds. Cvetanovski legt fast das gesamte Fondsvermögen – mit Ausnahme einer rund 10-prozentigen Liquiditätsreserve – in Aktien an. PEH-Manager Jürgen Strobach hingegen ist derzeit zu lediglich 45 Prozent in Aktien investiert. Der Rest verteilt sich auf Bankeinlagen sowie Staats- und Unternehmensanleihen. Statt auf kleinere Wachstumsfirmen setzt er darüber hinaus eher auf Aktien von Großunternehmen. Die regionale Aufteilung der Fondsmittel weist weitere Unterschiede auf: Beide Manager konzentrieren sich zwar vor allem auf Asien (Cvetanovski 46 Prozent des in Aktien investierten Vermögens, Strobach 38 Prozent) und Lateinamerika (24 beziehungsweise 18 Prozent). An dritter Stelle steht bei Strobach jedoch Osteuropa (knapp 17 Prozent), während Cvetanovski dort nur zu 3 Prozent investiert ist und stattdessen Afrika den Vorzug gibt (13 Prozent). „In Ländern wie Russland und der Ukraine werden wir unser Engagement aber schon bald wieder erhöhen“, erklärt der Carmignac-Manager. Reiner Aktienfonds gegen Quasi-Dachfonds Während Cvetanovski direkt in die von ihm favorisierten Unternehmen investiert, geht PEH-Manager Strobach im Aktienbereich überwiegend den Umweg über andere Fonds. So entfallen beim PEH Q-Emerging Markets über 70 Prozent des Fondsvermögens auf die zehn größten Positionen. Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland – nach Stürners Angaben ein temporäres Ersatzinvestment – rangieren dabei mit 12 Prozent an erster Stelle. Auch drei Indexfonds aus dem Hause DB X-Trackers zählen mit insgesamt rund 25 Prozent des Fondskapitals zu den Top-Ten-Holdings. Ganz anders beim Carmignac-Fonds: Cvetanovski sieht lediglich rund 22 Prozent des Fondsvermögens für die zehn größten seiner insgesamt rund 70 Positionen vor. An oberster Stelle stehen dabei Konsumgüter- und Industrieunternehmen sowie Banken aus Lateinamerika und Südostasien. Ein Interview mit PEH-Chef Martin Stürner lesen Sie hier. 

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