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Tops & Flops: Gute Ergebnisse bringen keine Mittelzuflüsse

Kay-Peter Tönnes, Manager des Antecedo Strategic Invest
Kay-Peter Tönnes, Manager des Antecedo Strategic Invest
Ein Absolute-Return-Fonds, der in neun Monaten knapp 70 Prozent zulegt? Und auf Zwölf-Monats-Sicht sogar 130 Prozent? Nachdem er zuvor in nur drei Monaten um mehr als 50 Prozent abgestürzt war? Nein, da kann etwas nicht mit rechten Dingen zugehen – oder es taugt zumindest nicht fürs eigene Depot. So denken wohl viele Anleger, die im Wechsel von Staunen und Kopfschütteln die Entwicklung des Antecedo Strategic Invest verfolgen.

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Da mag Fondsmanager Kay- Peter Tönnes die Tal- und Bergfahrt noch so beredt und für Derivate-Experten durchaus plausibel erklären: Kaufen will den Highflyer des laufenden Jahres derzeit kaum jemand. Im August flossen ihm laut BVI-Statistik netto gerade einmal 1,6 Millionen Euro zu, für 2012 ist der Saldo mit einem Abfluss von 37,6 Millionen Euro nach größeren Gewinnmitnahmen im Juli sogar negativ. Nicht viel besser ergeht es einer Gattung Branchenfonds, die im laufenden Jahr bislang alle anderen BVI-Sektoren hinter sich lässt.

Trotz der teilweise exzellenten Performance zogen Anleger aus dem Bereich Biotechnologie/Pharma 2012 netto 52,1 Millionen Euro ab. Nach Zuwächsen von über 40 Prozent seit Anfang Januar und bis zu 102 Prozent über fünf Jahre eine durchaus verständliche Reaktion – obwohl es eine ganze Reihe von Argumenten dafür gibt, an gut gemanagten Biotech-Fonds bis auf weiteres festzuhalten. So sieht es auch Nathalie Lötscher: Neue Impulse erhofft sich die Managerin des UBS Equity Fund Biotech unter anderem von den in Kürze stattfindenden Fachkongressen AASLD (Leberforschung), ACR (Rheuma) und ASH (Blut-Erkrankungen).

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