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TÜV Nord: Gütesiegel-Studie geht nicht vor Gericht

Ulf Theike, Tüv Nord Cert
Ulf Theike, Tüv Nord Cert
Nach der Veröffentlichung der von der Versicherungs- und Rentenberater AG (DVRAG), der Vers Versicherungsberater-Gesellschaft und der Technischen Überwachungsgemeinschaft Tüg GmbH in Auftrag gegebenen Studie hatten Tüv Nord und Tüv Süd rechtliche Schritte erwogen

Der Autor Werner Siepe hatte Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe verschiedenster Gütesiegel kritisiert, darunter das Siegel zu „geprüfter Fondsplausibilität“ zu geschlossenen Fonds des TÜV Nord und Gütesiegel zur „geprüften Beratungsqualität“ des TüV Süd.

Beide Organisationen hatten die Kritik zurückgewiesen und rechtliche Schritte angekündigt. Dazu kommt es nicht, Tüv Nord und die drei Auftraggeber der Studie haben sich mittels eines Mediators außergerichtlich geeinigt. Die Studie „TÜV-geprüfte Finanzberatung“, von der mehrere Hundert Stück abgesetzt worden waren, wird nicht weiter vertrieben.

Tüv Nord hatte bereits Ende November die Vergabe der Siegel ausgesetzt. Wie Ulf Theike, Geschäftsführer der Tüv Nord Cert betonte, habe man das Bewertungsverfahren weiterentwickelt, die Notengebung abgeschafft und einen Fachbeirat mit Experten eingesetzt. Einige der nach dem alten System vergebenen Siegeln für „geprüfte Fondsplausibilität“ seien noch in Gebrauch, sie laufen 12 Monate nach der Vergabe ab.

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