Vermögensverwalter Stephan Albrech So verdienen Anleger an Donald Trump

Vermögensverwalter Stephan Albrech: So verdienen Anleger an Donald Trump | © Albrech & Cie.

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Vorwahljahre in den USA, die den Ton für die weltweiten Märkte setzen, sind die stärksten Börsenphasen überhaupt. Sie brachten im Durchschnitt Kursgewinne von gut 20 Prozent.

Die Nachrichtenfront macht derzeit nicht gerade Lust auf Börse. Seit einigen Wochen dominieren Krisenmeldungen, angefacht von US-Präsident Trump. Im Handelsstreit zwischen USA und China geht es erneut hin und her, begleitet von wüsten Drohungen und Verschärfungen.

Zusätzlich schießt der Zampano aus Washington mit der Tweet-Kanone auf den Iran, Russland, Europa und andere. Passend dazu gehen die Börsen nach dem fulminanten Lauf von Januar bis April im Mai leicht in die Knie – und schon erklingt der altbekannte Ruf „Sell in May…“

Wahlzyklus: Das Beste dürfte noch kommen

Wäre es also nicht sinnvoll, jetzt das Depot zu bereinigen und sich auf einen entspannten Sommer fern von Kursschwankungen zu freuen? Das könnte durchaus sein, doch ein übergreifender Zyklus spricht dafür, investiert zu bleiben: der Präsidentschafts- bzw. Wahlzyklus. Kurz und knapp besagt er: Das dritte und vierte Jahr einer Präsidentschaft sind an der Börse im Mittel das stärkste sowie das zweit- bzw. drittstärkste Jahr im Wahlzyklus (aktuell befinden wir uns im dritten Jahr von Trumps Amtszeit). Die Theorie hinter dem Zyklus: In dieser Phase der Amtszeit arbeiten Präsidenten an ihrer Wiederwahl und unternehmen daher einiges, um die Wirtschaft und die Unternehmensgewinne zu stimulieren – und das rechtfertigt wiederum höhere Aktienkurse.

Vorwahljahre: Mittlere Jahresgewinne von gut 20 Prozent

Schauen wir auf die blanken Zahlen: Von 1949 bis 2012 hat der breite US-Markt (S&P 500 ohne Dividenden) in Vorwahljahren im Mittel beachtliche 17,1 Prozent zugelegt. Die Nasdaq brachte es seit ihrer Gründung 1971 in diesen Jahren sogar auf ein durchschnittliches Plus von 30,9 Prozent. Die Folgejahre, die Wahljahre also, sahen im Schnitt bescheidenere Gewinne von 6,1 und 4,8 Prozent.