Alfred Platow, Versiko

Alfred Platow, Versiko

Versiko gibt Filialvertrieb auf

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Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ging die Gesamtleistung der Versiko AG im ersten Halbjahr 2009 von 7,6 Millionen Euro um 38 Prozent auf 4,7 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte 465.000 Euro. Der Bilanzgewinn des Halbjahres erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Millionen Euro. Maßgeblich hierfür ist auch ein Gewinnvortrag in Höhe von 4,1 Millionen Euro nach Dividendenzahlung. Mit den dadurch zur Verfügung stehenden Finanzmitteln sei laut Versiko die Liquidität für die geplanten unternehmerischen Aktivitäten in den nächsten Jahren sichergestellt. Dazu wird der Vertrieb grundlegend restrukturiert. Den kostenintensiven Filialvertrieb gibt Versiko zum Jahresende 2009 auf. Im „anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld“ waren die Umsätze im Direktvertrieb an 50.000 Kunden bundesweit gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 um 50 Prozent zurückgegangen. Die Erlöse im Neugeschäft lagen damit um 42 Prozent unter Plan. Das neue Konzept sieht eine Konzentration der Geschäftstätigkeit auf den Stammsitz in Hilden bei Düsseldorf vor. Künftig sollen Kunden zentral von angestellten Versiko-Mitarbeitern betreut werden. Der Status als Allfinanzmakler bleibt erhalten. Versiko unterhält derzeit bundesweit neun Filialen und fünf Regionalbüros. „Es werden sämtliche Standorte bis auf die Zentrale aufgegeben. Die Berater dort sind als selbstständige Handelsvertreter mit Erlaubnis nach § 34 d tätig und werden aller Voraussicht nach nicht zur Zentrale wechseln“, bestätigte eine Sprecherin gegenüber DAS INVESTMENT.com.  „Mit der neuen Struktur und fest angestellten Mitarbeitern reagieren wir auf das veränderte Anlageverhalten der Menschen, die zunehmend Wert auf Beratung ohne unmittelbare Provisionsinteressen legen", so Alfred Platow, Vorstandsvorsitzender der Versiko AG. Man wolle sich damit stärker als unabhängiger Versicherungsmakler positionieren.

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