Wehr sich gegen die Medienkritik: ITA-Chef Mark Ortmann

Wehr sich gegen die Medienkritik: ITA-Chef Mark Ortmann

Wie bei Tenhagen und Fairr?

Medienschelte gegen das Institut für Transparenz

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Vergangene Woche gab das Institut für Transparenz (ITA) die Ergebnisse seiner Untersuchung der Fintech-Unternehmen bekannt. Das Institut nahm die Internetpräsenzen der digitalen Finanzunternehmen unter die Lupe.

Das Ergebnis: 6 der 18 getesteten Unternehmen bekamen die Bestnote „sehr gut“. Eines davon war Clark, dem ITA unter anderem sehr gute Inhalte, Übersichtlichkeit und Kundenfreundlichkeit bescheinigte.

Versicherungsbote vermutet Interessenskonflikt 

Das Problem dabei: Das Clark-Mutterunternehmen Finleap ist zu 50 Prozent am ITA beteiligt. Da drängt sich die Frage auf, ob diese Eigentumsverhältnisse eine Rolle bei der Bewertung gespielt haben könnten. Für den Versicherungsboten scheint der Fall klar zu sein: Interessenkonflikt. 

Neu wäre dieses Vorgehen nicht. Im Juli kritisierte Finanztip-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen die Uni-Profi-Rente von Union Investment und empfahl das Riester-Produkt von Fairr als Alternative. Was Tenhagen aber verschwieg: Fairr.de ist als so genannter Affiliate-Partner mit „Finanztip“ wirtschaftlich verbunden. Daher konnte in diesem Fall von einer neutralen Analyse wohl keine Rede sein. 

Entscheidender Unterschied zwischen Finanztip und ITA - die Transparenz

Und bei ITA und Clark? Ob die Zugehörigkeit zum Mutterkonzern eine Rolle bei der Bewertung gespielt hat, wissen natürlich nur die Verantwortlichen. Doch es gibt einen entscheidenden Unterscheid zum Fall Tenhagen und Fairr. Denn in seiner Pressemitteilung weist ITA ausdrücklich auf die Verflechtungen zwischen dem Institut und der Clark-Mutter Finleap hin. „FinLeap ist ebenfalls an Clark beteiligt, einem Startup im Bereich Versicherungen, das ebenfalls getestet wurde“. 

Man habe Clark bei der Untersuchung berücksichtigt, ein möglichst breites Bild der Insuretech-Szene in Deutschland abzubilden, erklärt ITA-Geschäftsführer Mark Ortmann gegenüber Bocquel-News.de. Hätte man Clark ausgeschlossen, kämen Fragen, wie das derzeit in den Medien sehr präsente Unternehmen denn abgeschnitten hätte. „So kann sich jeder ein Bild machen“.  

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