Quelle: istock

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Wie viel BP kommt noch?

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Immer mehr Öl- und Gasbohrungen finden nicht an Land, sondern im Meer statt. Und sie gehen immer tiefer: Wassertiefen von 1.000 Metern sind keine Seltenheit. Das kann leicht mal danebengehen, wie der Unfall der BP-Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko gezeigt hat.

„Wenn die Branche keine Kurskorrektur vornimmt, sind weitere Katastrophen absehbar“, sagt Kristina Rüter, branchenverantwortliche Analystin von Oekom Research. Inzwischen stamme rund die Hälfte der fossilen Bodenschätze aus unter dem Meeresgrund liegenden Quellen. Rund 3.000 Bohrinseln sind derzeit in Betrieb, der Großteil davon im Atlantischen Ozean.

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Oekom Research hat bei 27 der weltweit größten, börsennotierten Öl- und Gaskonzerne geprüft, wie sie sich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung und den damit verbundenen Herausforderungen stellen. Die beste Note auf der Skala A+ bis D- ergatterte der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV mit der Note B. Es folgen Snam Rete Gas aus Italien und die französische Total. Beide haben ebenfalls die Endnote B.

BP war und ist im Corporate Rating seit zehn Jahren als „Not Prime“ bewertet. Für Nachhaltigkeitsfonds kommt der Titel also nicht in Frage. Seit Jahren weise BP große Versäumnisse und Schwachstellen in den Bereichen Anlagensicherheit und Arbeitsschutz auf, die zu Verstößen gegen Umwelt- und Arbeitsrecht geführt haben, so Oekom Research.

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