7 Vermögensverwalter antworten Setzen Sie zur Absicherung Limits und Optionen ein?

Adrian Roestel

Adrian Roestel  | © Huber, Reuss & Kollegen

Adrian Roestel ist ist Leiter Portfoliomanagement beim Vermögensverwalter Huber, Reuss & Kollegen. © Huber, Reuss & Kollegen

"Optionen setzten wir zur Absicherung nur antizyklisch ein. In schwankungsarmen Märkten, bei denen sich nach deutlichem Anstieg eine Top-Bildung abzeichnet, ist der Zeitwert einer Option niedrig, das heißt Optionen sind sehr günstig. Ansonsten bevorzugen wir Futures. Limits zur Absicherung setzen wir selten ein, denn im Vordergrund einer Investition steht bei uns die Qualität des Unternehmens. Veränderungen im Geschäftsmodell, die das tatsächliche Risiko einer Anlage sind, lassen sich nicht mit Limits erfassen. Wenn solche Instrumente eingesetzt werden, sollte es sich vorzugsweise um Limits handeln, die mit gewissem Abstand zum aktuellen Kurs nachgezogen werden. In Seitwärtsmärkten mit starken Schwankungen sind Limits allerdings gefährlich – dann passiert es häufig, dass zu tief verkauft und zu hoch gekauft wird."

Um gegen Kurseinbrüche gewappnet zu sein, können Anleger unter anderem Limits einsetzen. Zum Beispiel in Form eines Stop-Loss-Auftrags: Nach oben hin ist alles offen, beim Kursrutsch verhindert ein automatischer Verkaufsauftrag als Fangnetz den allzu tiefen Sturz. Aber wo unterhalb des aktuellen Kurses lässt sich eine sinnvolle Grenze ziehen?

Eine andere Möglichkeit, um Risiken klein zu halten, sind Optionen. Diese derivativen Finanzinstrumente erlauben, ein Anlageprodukt zu einem vorab festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Das Recht auf einen Verkauf (Put-Option) – für den Fall, dass etwas schlechter läuft als erhofft –, bietet Anlegern Sicherheit. Allerdings hat sie auch ihren Preis. Ist er angemessen?

In unserer Bilderstrecke erläutern sieben Profianleger aus deutschen Vermögensverwaltungen, ob und gegebenenfalls wie sie Limits und Optionen in ihren Kundenportfolios verwenden.

Mehr zum Thema

nach oben