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Absturz des Dax-Titels DWS äußert sich zu Wirecard

Nicht rechts, nicht links, sondern abwärts ging es am 18. Juni für die Wirecard-Aktie an der Börse.
Nicht rechts, nicht links, sondern abwärts ging es am 18. Juni für die Wirecard-Aktie an der Börse. | Foto: imago images / Sven Simon

Für Journalisten ist das nicht toll, aber bei der DWS ist es Fondsmanagern nicht erlaubt, sich zu Einzeltiteln zu äußern. Damit passierte also am Abend des 18. Juni etwas ungewöhnliches.

Die Aktie des Dax-Mitglieds Wirecard war um mehr als 70 Prozent abgestürzt, nachdem der Wirtschaftsprüfer EY den Jahresabschluss nicht abgesegnet hatte und sogar Anzeichen für „Täuschungen in Milliardenhöhe“ sah. Daraufhin gab die DWS als Unternehmen ein offizielles Statement heraus. Es bezog sich unter anderem auf den Umstand, dass Wirecard noch Ende 2019 in den Deutschland-Fonds der Gesellschaft Spitzenpositionen innehatte. Das dröselte das Portal Finanz-Szene.de damals auseinander.

Reine Gedankenlosigkeit? Die Nachricht der DWS, vor allem der letzte Satz, legt etwas anderes nahe. Denn offenbar fühlt sie sich getäuscht. Hier ist der Text im Wortlaut:

Die DWS hat über die letzten Monate ihre treuhänderisch gehaltene Position in Wirecard-Aktien sukzessive reduziert. Per Marktschluss 17. Juni 2020 hatte die DWS ihre Position bereits um ca. 60 Prozent reduziert. Aktuell halten wir keine materiellen Positionen in aktiv gemanagten Fonds mehr. Nach der heutigen Nachrichtenlage kommen wir unserer treuhänderischen Verpflichtung unverändert nach. In diesem Zusammenhang analysieren wir die Faktenlage und prüfen die Einleitung rechtlicher Schritte.

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