AIFMD: Finanzmarktrichtlinie bereitet Kummer

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Am 22. Juli treten mit der Alternative Investment Fund Managers Directive (AIFMD) neue Auflagen und Vorschriften für Manager alternativer Investmentfonds in Kraft. Laut einer aktuellen Umfrage der Immobilienberatungsgesellschaft Knight Frank und des Softwareentwicklers Data Room Services (DRS) ist das für die Mehrheit von 100 befragten Immobilieninvestoren ein Grund zur Sorge.

Der Studie zufolge gehen 63 Prozent der Befragten davon aus, dass es nach der neuen Richtlinie weniger Fondsmanager geben wird als vorher. 17 Prozent haben noch nicht einmal begonnen, sich auf die AIFMD vorzubereiten. Die Reform betrifft besonders Bewertungsgrundsätze für alternative Investments und Meldepflichten an Aufsichtsbehörden und Investoren.

„Die Umfrageergebnisse bestätigen, dass sich die europäische Investmentbranche durch die Umsetzung von AIFMD einschneidenden Veränderungen gegenübersieht“, so DRS-Geschäftsführer Jan Hoffmeister. Mit 49 Prozent gab fast die Hälfte der Befragten an, dass bei Dokumentation, Berichterstattung und Transparenz alternativer Investmentfonds Handlungsbedarf bestehe. 28 Prozent der Studienteilnehmer erwarten allerdings, dass mit der bevorstehenden Umsetzung genau das Gegenteil erreicht und die Offshore-Fondsmanagement-Industrie gestärkt werde.

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