Themen
TopThemen
Fonds
Fondsanalyse
Mediathek
Märkte
Finanzberatung
Versicherungen
Boulevard
Experten
Denker der Wirtschaft
Krypto
Services
Academy Newsletter Veranstaltungskalender Finanz-Charts Globale Märkte Krypto-Kurse (in Echtzeit) Währungen (in Echtzeit)

Allianz-Tochter Pimco

„Fed und Bank of England führen kalten Währungskrieg“

Joachim Fels, Berater für globale Ökonomie bei Pimco

Während die Zentralbanken der Eurozone, Japans und Chinas im zweiten Halbjahr 2016 alle zu verdeckten Maßnahmen zur Währungsabwertung gegriffen haben, schlägt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) nun zurück, mit dem Versuch einer zurückhaltenden Zinserwartung, sagt Joachim Fels, Pimcos Berater für globale Ökonomie.

Fels fügt hinzu, dass in Großbritannien die Verantwortlichen der Bank of England (BoE) versuchen, das Britische Pfund durch eine Reduzierung der Prognose auf eine inflationsstabile Arbeitslosenquote (NAIRU) zu schwächen.

„Trump bereit zum Einsatz der Nuklearwaffe“

„Kalte Kriege werden nicht auf dem offenen Schlachtfeld ausgetragen, sondern mit verdeckten Aktionen und Worten“, sagt Fels in seinem Bericht. „Die Fed vermied in ihrer Mitteilung im Anschluss an die FOMC-Sitzung, die ohnehin schon niedrigen Erwartungen an eine Zinserhöhung im März durch zu hawkische Äußerungen zu erhöhen“, sagte er.

Die neue US-Regierung von Präsident Donald Trump ist weniger geneigt, eine Stärke des Dollar zu tolerieren und „eher bereit zum Einsatz der Nuklearwaffe“ Protektionismus, sagte Fels. Vorerst werden Europa, Japan und China sowie andere Exportnationen eine Aufwertung der eigenen Währung zulassen, um eine Eskalation mit den USA zu vermeiden, sagte er.

„Deutschland manipuliert die Währungsmärkte“

Dennoch bezeichnete Bundesbank Präsident Jens Weidmann in einer Rede am Dienstag die Vorwürfe von Trumps oberstem Außenhandelsberater, dass Deutschland die Währungsmärkte manipuliere, als besorgniserregend. Peter Navarro, der Vorsitzendes des White House National Trade Council, sagte der Financial Times, dass Deutschlands massiver Überschuss ein Resultat einer „deutlich unterbewerteten“ Währung sei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble reagierten ebenfalls auf die US-Behauptung und argumentierten, dass der Wechselkurs von der Politik der Europäischen Zentralbank beeinflusst werde und diese werde von ihr unabhängig festgelegt - ein Punkt, den auch Weidmann wiederholte.

Mehr zum Thema
31 Ausblicke auf 2016
Welche russischen Aktien attraktive Chancen bieten
Soros plant, Peking warnt
China und Soros vor Währungskrieg
US-Leitzinsen
Das erwarten Investment-Experten von der Fed
nach oben