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Goldbarren: Der Fehlbetrag bei PIM Gold beläuft sich auf etwa 82 Millionen Euro.  | © Getty Images

Anfang Dezember

Start des Insolvenzverfahrens von PIM Gold

Der Insolvenzverwalter im Fall PIM Gold, Renald Metoja, hat den Start des Insolvenzverfahrens bekanntgegeben: Es werde voraussichtlich Anfang Dezember eröffnet, so der Geschäftsführer von Eisner Rechtsanwälte in einer Mitteilung. Die mutmaßlich getäuschte Kundschaft des Unternehmens mit Sitz in Heusenstamm nahe Frankfurt kann damit erstmals Ansprüche anmelden.

PIM-Gold-Chef Mesut P. sitzt unterdessen in Untersuchungshaft. Der Vorwurf der Behörden gegen ihn und vier weitere Beschuldigte lautet auf gewerbsmäßigen Betrug in Millionenhöhe. Wie viel die Anleger von ihren Investments wiedersehen, ist fraglich: Während die Staatsanwaltschaft Darmstadt bei PIM Gold Edelmetall im Wert von rund 21 Millionen Euro beschlagnahmen hat, beläuft sich der Fehlbetrag dem „Handelsblatt“ (bezahlpflichtig) zufolge auf etwa 82 Millionen Euro.

 

Ebenso unklar ist demnach, wie viele Anleger betroffen sind. Zwar verzeichnet die PIM-Datenbank 30.000 aktive Verträge. Bei der Kriminalpolizei Offenbach, die eine E-Mail-Adresse für PIM-Gold-Kunden eingerichtet hat, haben sich bislang aber nur 2.000 mutmaßlich Geschädigte gemeldet. „Die Zahl der Betroffenen liege irgendwo dazwischen, zitiert das „Handelsblatt“ Insolvenzverwalter Metoja.

PIM Gold hatte Anlegern beim Kauf von Gold einen als „Bonusgold“ bezeichneten Ertrag zwischen 3 und 6 Prozent versprochen, sofern sie das Edelmetall bei dem Unternehmen einlagern ließen. Statt die Erträge wie von PIM dargestellt durch den Ankauf und das Recycling von Altgold zu erwirtschaften, hatte man aus Sicht der Staatsanwaltschaft Bestandskunden schlicht mit neu eingeworbenen Geldern ausgezahlt.

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